Jan 06

Der Kiel bei Segelschiff

Bei Segelfahrzeugen erfüllt der Kiel zusätzlich zwei weitere Funktionen:

1. Er dient der Vergrößerung des Lateralplans, der die seitliche Abdrift des Fahrzeugs vermindert. Dies ermöglicht Segelfahrzeugen hoch am Wind zu segeln (schräg entgegen den Wind voranzukommen).

2. Er sorgt für Gewichtsstabilität, die das Fahrzeug vor dem Kentern (Umkippen) bei starker Krängung (Schräglage) schützt.

Kielkonstruktionen

Balkenkiel

Segelschiffe, kleine Fischereifahrzeuge und Schlepper haben einen Balkenkiel, der die Außenhaut vor Grundberührung schützt und die Kursstabilität erhöht. Ein zum Heck hin abfallender Kiel (Kielfall) verringert die Abdrift.

Ballastkiel

Ballastkiele sind schwere, aus Gusseisen oder Blei bestehende, Kielflossen, die bei Segelyachten für Gewichtsstabilität sorgen. Ballastkiele machen etwa ein Drittel bis die Hälfte des gesamten Yachtgewichtes aus.

Ballastschwert

Die Firma „Gade Boote” verwendet für die von ihr produzierten Jollenkreuzer seit den 1960er Jahren Schwerter mit einem einlaminerten Bleiballast. Solche Schwerter bilden einen Übergang zu den Hubkielen.

Flachkiel

Die meisten Stahlschiffe haben einen, in die Außenhaut eingefügten, Flachkiel, dessen Materialstärke die der angrenzenden Bodenplatten übertrifft.

Flossenkiel

Als Flossenkiel bezeichnet man eine schwere Kielflosse (siehe auch Ballastkiel), die bei Segelbooten (Kielboote oder Segelyachten) im allgemeinen an den „eigentlichen” Kiel angebolzt wird. Man unterscheidet bei diesen Booten zwischen Kurz- und Langkielern. Yachten älterer Bauart sind oft Langkieler, moderne Yachten fast ausnahmslos Kurzkieler.

Flügelkiel

Der Flügelkiel wurde 1983 erstmalig beim America’s Cup bei der Yacht „Australia II”, die auch die Regatta gewann, verwendet. Der Flügel selbst ist eine besondere Form der Kielbombe und bringt unter Umständen hydrodynamische Vorteile. Diese Vorteile treten vor allem bei höheren Bootsgeschwindigkeiten auf. Bei langsamen Bootsgeschwindigkeiten (wenig Wind) wirkt der Flügelkiel - aufgrund der im Vergleich zur konventionellen Kielbombe größeren benetzten Oberfläche, die einen größeren Wasserwiderstand bewirkt - eher als Bremse. Aufgrund des geringen Tiefganges können Yachten mit Flügelkiel auch in seichten Gewässern gefahren werden.

Hubkiel

Unter Hubkielen versteht man Kielflossen, die durch geeignete Hebeeinrichtungen, wie beispielsweise Seilwinden, in das Schiffsinnere eingezogen werden können. Hubkiele werden vor allem dort verwendet, wo Kielboote öfters transportiert werden müssen, wie z. B. bei Regattabooten, oder um Schiffe mit großem Tiefgang das Anlaufen seichter Häfen zu ermöglichen.

Eine Alternative zu Hubkielen sind Schwenkkiele.

Kielschwert

Ein Kielschwert ist die Kombination eines Flossenkiels mit einem aufholbaren Schwert. Der Flossenkielteil ist nach unten hin kürzer (Stummelkiel) als beim normalen Flossenkiel. Er gewährleistet weitgehend die Gewichtsstabilität des Rumpfes. Das Schwert kann durch einen Schlitz im Kiel ausgefahren werden und vergrößert damit den Lateralplan. Diese Konstruktion hat den Vorteil, dass mit gehobenem Schwert in flachem Wasser gesegelt werden kann.

Kimmkiel

Ein Kimmkiel besteht aus zwei kurzen Flossenkielen, die an beiden Seiten des Rumpfes (im Bereich der Kimm) ansetzen. Sie ermöglichen in Gewässern mit ausgeprägtem Tidenhub problemlos das Trockenfallen, da die Yacht problemlos auf dem Kimmkiel stehen kann. Durch optimale Positionierung und bestimmte Profilierungen der Kielflossen, wird, wie z. B. beim Fighter, bei Am-Wind- oder Halbwindkurs ein hydrodynamischer Auftrieb nach Luv erzeugt.

Es gibt auch die Ausführung mit einem zusätzlichen Kiel in der Schiffsmitte, also mit insgesamt drei kurzen Flossenkielen.

Kippkiel, Pendelkiel, Canting-Keel

Kippkiele (auch Pendelkiele oder Canting-Keels) sind bewegliche, Kielbomben tragende, lange und schmale Kielflossen, die vor allem bei Ragattasegelyachten verwendet werden. Sie können seitlich (in Richtung Steuerbord oder in Richtung Backbord) geschwenkt werden, um die Krängung der Yacht aktiv zu beeinflussen. Kippkiele ermöglichen, im Verhältnis zu gleichartigen Yachten mit starrer Kielflosse, die Reduzierung des Gesamtgewichtes.

Kurzkiel

Der Kurzkiel ist die heute gebräuchliche Kielform bei Segelyachten. Ein Vorteil gegenüber dem Langkiel ist, dass Yachten mit Kurzkiel wendiger und daher leichter zu manövrieren sind. Nachteile sind, dass Yachten mit Kurzkiel weniger richtungsstabil sind und einen größeren Tiefgang haben.

Langkiel

Langkiele verlaufen über einen großen Bereich des Unterwasserschiffes einer Segelyacht. Sie werden heute kaum mehr gebaut, da Kurzkiele mehr Vorteile bieten.

Bordwand mit Schlingerkiel

Schlingerkiele sind an beiden Schiffs- oder Bootsseiten angebrachte Wülste oder Schienen, die der Verringerung von Schlinger- und Rollbewegungen dienen. Meist sind sie an Frachtern oder Motorbooten zu finden.

Schwenkkiel

Schwenkkiele sind bewegliche Kielflossen, die in Schiffslängsrichtung oder in Schiffsquerrichtung schwenkbar sind. Letztere werden auch Pendel- oder Kippkiel bezeichnet.

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Jan 01

Schiff

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Amel Sharki

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Schiffsdaten:

Konstruktion Henri Amel + J. Carteau
Werft Chantier Amel
Baujahr 1981 Nr.46
Schiffstyp Ketsch
Länge 11.95 m
Wasserlinie 9.70 m
Breite 3.60 m
Breite Wasserlinie 3.10 m
Tiefgang 1.75 m
Höhe ü. Wasserlinie 14.25 m
Freibord Bug 1.35 m
Freibord Heck 1.15 m
Grosssegel mit Rollbaum
Rollanlage Bamar
Kutterstag abnehmbar Bartels
23.50 m2
Genua 1 53.80 m2
Genua 2
Blister 96.00 m2
Fock 1 32.00 m2
Fock 2 9.00 m2
Besan 10.00 m2
Verdrängung 9.4 t
Gesamtgewicht leer 7.5 t
Ballast 2.9 t
Rumpfgeschwindigkeit 7.54 kn
Dieseltank 340 l
Wasser 750 l /Tank im Kiel



Ausrüstung:
Motor Perkins 37 kW/h / 50 PS
Rheinstrom Bugstrahlruder
Ebersbächer Luftheizung
Quick Boiler 20l mit Warmwasserdrucksystem Motor oder 220 V
Fäkalientank
Ankerwinsch Tigres von Lofrans
85 m Ankerkette 10 mm
CQR Anker
Beiboot Zodiac 4 Pers.
Aussenborder EVINRUDE 2 Zylinder 4 PS
Marine Kühlschrank Isotherm
Gasgrill Babyweber

Navigation:
Radar Furuno 1622
GPS Garmin 152 / Garmin 72
B & G Herkulessystem 190 mit Hornet-Echolot / Log / Windgeschw., -richtung u. -winkel
Notebook Schlag- und Spritzwassergeschützt Navigationsprogramm und Karten weltweit
Sextant
Autopilot Neco NM 692
Barograph

Kommunikation:
UKW DSC Funkgerät Radio Ocean 4500
Icom KW- Transceiver mit Antennentuner SC-230, Pactor III, isoliertem Achterstag
Autoradio JVC mit DC/DVD/MP3 -Player

Sicherheit:
Rettungsinsel Plastimo 6 Pers.
EPIRB (ab July 2008)
DSC - Notrruf
Schwimmwesten mit Lifelines
Notraketen
2 Feuerlöscher

Energieversorgung:
5 x 125 Ah Batterien
Wellengenerator
2 Solarpannel Sunpower SPR-95 W
Sterling Ladegerät
Honda Generator EU20i 2000W

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Apr 02

Gemeinsam mit Beat, Hanspeters Bruder überführen wir die Whisper in die 60 sm weiter nördl. liegende Marina Capo Nord in der Laguna di Marano. Und schon beginnt die Arbeit.
Im Bug hängt die Deckenverkleidung herunter. Eine typische Amel – Krankheit! Hanspeter ist da ja vom Fach und sogleich wird die Decke neu bezogen. Verbunden ist das Ganze mit viel Schmutz und Staub und mühseligem Schleifen und Schaben.

bugkoje.jpg
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