Aug 30

Ja, unser Ankerplatz ist sehr unruhig und es gibt oft Tage da können wir gar nicht an Land, da die Wellen zu hoch und der Wind zu stark ist. Da bleibt uns nicht anderes übrig als auf dem Schiff zu bleiben und unsere Zweisamkeit zu geniessen. Wir lesen auch viel, doch zum Arbeiten sind wir gar nicht so motiviert, da die dauernde Schauckelei einem sehr müde macht. Manchmal fühlen wir uns wie auf hoher See.
Ab und zu muss geputzt werden, denn das ganze Schiff ist mit braunem, feinen Sand eingepudert!

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Doch heute haben wir zum ersten mal absolut flaches Wasser, juhuii!
Natürlich ab ins Dingi und zum ersten mal trocken ans Land gefahren. Zum Zweiten konnten wir termingerecht unser Packet abholen. Der Ersatzteilkit für unseren Windgenerator ist angekommen. Leider sind die Einfuhrgebühren 1,5 x teurer als der Wert des Ersatzteils!!!

Na, hoffentlich klappt das Einbauen und er liefert uns wieder willkomme Energie in die Batterien. Danach werden wir alles vorbereiten und  für die ca. 6-8 Tage Überfahrt nach Dakar ein gutes Wetterfenster abwarten.


Aug 27

… wir die Bewilligung für den Norden der Lagune erhalten hätten. Dies kam nicht so, auch nach wiederholtem nachfragen beim Polizeichef, welcher uns immer vertröstet hat. So nahmen wir alles selber in Angriff und suchten den Colonel de la 3. Bat. Naval. Dieser sei als einziger befähigt eine Autorisation zum Befahren der Lagune zu erteilen. Leider hatten wir weder telefonisch noch persönlich Erfolg und unser Ersuchen wurde ohne Begründung abgewiesen.

Monsieur Karim vom Hotel Bab al Bahar, wo wir vor Anker liegen, erklärt uns, dass man etwa einen Monat vor Ankunft in Dakhla, sich bei ihm melden soll. Er könne dann alle Ausweise und Papiere, welche notwendig sind im vorab an das richtige Amt senden und eine Bewilligung zum Ankern in der nördl. Lagune einholen. Ohne Vorababklärungen sei das fast nicht möglich. Schade für uns, gut für andere Segler dies zu wissen. Also, wer Dakhla Anlaufen möchte melde sich bei Karim.

Valerie und Karim, die Besitzer des Hotels, sind wirklich sehr bemüht den Seglern hier zu helfen. Zu erreichen sind Sie unter:

www.bab-al-bahar.com

Email : valerie@bab-al-bahar.com

Tel. 00212 528 93 14 40

Vor ihrem Hotel hat es ein kleines Floss wo wir mit dem Dingi anlanden können. Da die Fahrt durch die Wellen immer nass ist, schleichen wir uns so unauffällig wie möglich durchs Hotel und können uns im WC umziehen. Wir dürfen bei ihnen Wasser bunkern und geniessen die schöne Terrasse bevor es wieder auf die nasse Rückfahrt auf die Whisper geht. Übrigens gibt es ein feines Tagesmenu zu 120 Dirham (ca. 15.00 CHF), ein 3-Gang Menue à la cuisine française, lecker zubereitet.


Aug 16

Beitrag von Elvira & Markus:

Heute haben wir den Wecker gestellt und stehen bereits um 7:30 auf. Kurz danach gibt es Frühstück und dann geht es schon los. Auf dem Weg zum Steg lädt uns Kapitän Daniel ein, seinen Katamaran an zu sehen. Wir gehen kurz rein; alles nagelneu, gross, sehr schön, nicht so sauber, …  dann geht es weiter bis zum Steg, es ist Ebbe, wir klettern  zur Treppe hoch.
Wir haben den ganzen Tag einen Fahrer mit 4WD bestellt und machen mit ihm einen schönen, langen Ausflug. Zuerst ein Stopp zum Einkaufen. Nun mit Vollgas aus der Stadt an einen sehr schönen einsamen Strand. Das spanische Schiff ist 1978 gestrandet und liegt jetzt am Ufer, bereits ziemlich auseinander gefallen. Wir machen Fotos, wir sind auf der Atlantikseite da ist es nicht heiss, aber windig.
Wieder auf der Hauptstrasse geht es weiter in eine Lagune, hier hat es ein Kite-Surf-Hotel. Alles junge Leute, eine Zelt - und eine Bungalow-Anlage. Viele Kiter machen erste Versuche oder bereits akrobatische Sprünge draussen in der Bucht. Wir erkundigen uns nach Kursen und fragen für Ankerplätze in der Bucht. Wir trinken etwas und beobachten Leute, Vögel und Krabben en masse die im nassen Sand von der Ebbe hin und her wandern.


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Aug 15

Samstag, den 7. August 2010, um 24.00 Uhr lichten wir den Anker und segeln südwärts mit Ziel Dakhla. Nach der Abdeckung der Insel La Gomera kommen wir in die Düse der beiden Inseln und rauschen die ersten Meilen mit 7 - 8 kn Geschwindigkeit unter einem wunderbaren klaren Sternenhimmel südwärts. Elvira und Markus, unsere Gäste, können trotz starken Schiffsbewegungen gut im Bug schlafen.

Vom Morgen bis mittags geniessen wir schönstes Segln mit ca. 15 kn Wind. Leider begleitet uns dieser nicht allzu lange und schläft dann ganz ein. Wir motoren in der Hoffnung, dass laut Wetterbericht bald ein leichter Nordostwind einsetzt. Die Flaute zieht sich leider in die Länge, immer wieder versuchen wir mit Segeln voranzukommen, doch meist ist die Unterstützung unseres Perkins angesagt. Schade! Wir sind etwas unter Druck mit der Zeit, wir wollen bei Hochwasser die Untiefe der Einfahrt von Dakhla passieren.

Wir wechseln uns mit den Wachen ab, lesen und dösen viel. Das Schaukeln macht uns alle recht müde. Die zweite Nacht ist sehr feucht und diesig, die Sterne funkeln leider nicht mehr so klar und der Sonnenaufgang ist auch mit Dunst verwischt. Dafür begleitet uns eine Schule von Delfinen.

Auch die dritte Nacht ist sehr feucht und bei Morgengrauen sind wir gespannt, wann wir Afrika erblicken. Kurz nach Sonnenaufgang bringt Hanspeter die Angel aus. Kaum draussen hängt schon ein Fisch dran. In 15 Minuten fängt er 5 Makrelen von etwa 45cm Länge. Mhhh das gibt ein leckeres Mahl!

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Aug 05

Wie die Zeit vergeht.

La Gomera ist ein Geheimtipp, man könnte noch lange hier bleiben. Doch nun haben wir‘s geschafft, wir sind weggekommen und liegen in Valle Gran Rey vor Anker. Ah wie ist das schön endlich können wir wieder mit einem Kopfsprung vom Schiff ins glasklare Wasser springen.

Nun aber alles der Reihe nach:

Mit den Vorbereitungen für unsere Weiterreise sind wir bis zur Ankunft unseres Besuches fast fertig geworden. Wir haben uns beim arbeiten mit den häufigen Fallböen von San Sebastian abgemüht. Die Maststufen sind nun alle montiert und das Mückennetz über dem Kockpit fertig, das Schiff erneut gebunkert.

Helene kam für eine Woche zu uns aufs Schiff. Die gemeinsamen Tage verflogen im nu mit vielen spannenden Gesprächen, Ausflug zu einem tropischen Fruchtgarten (sehr lohnenswert wir konnten viele Früchte probieren, welche wir noch nicht kannten), Inseltour mit Wanderung im märchenhaften Lorbeerwald, Picknick und Folklore Konzert, und natürlich auch baden am nahegelegenen Strand.

schnellfahre wanderung lorbeerwald valhermoso
Es ist immer schön einen lieben Menschen aus seiner Heimat auf Besuch zu haben, doch beim Abschied kämpft man dann schon ein bisschen mit dem Heimweh! Den ganzen Beitrag lesen »


Jul 02

Wir geniessen die Tage hier auf der wunderschönen Insel. Endlich wieder einmal schnorcheln und baden. In den nächsten Tagen wollen wir auch Tauchen gehen. Zwischendurch wird gearbeitet, die Nähmaschine ist griffbereit.
Ja, was werden unsere nächsten Ziele sein?
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Als erstes wollen wir Marokko nochmals anlaufen und einen Besuch in Dakhla in der Westsahara machen. Wir sind sehr gespannt, es soll da eine wunderschöne Lagune zum Ankern geben. Diesen Törn machen wir mit Elvira und Markus, welche uns Ende Juli besuchen kommen. Nach Dakhla segeln wir weiter nach Senegal. Deshalb musste Lilian noch die entsprechende Flagge nähen. Die Marokkoflagge haben wir ja bereits.

Also wie ihr seht habt ihr die letzte Chance uns in Europa zu besuchen. Bis Ende Juli sind wir hier in La Gomera stationiert. Am 20. seit ihr hier auf dem Schiff herzlich zu „open yacht“ zu Lilian’s Geburtstag eingeladen.
Postadresse bis Ende Juli:
Marina La Gomera
SY Whisper
H&L Rüedi
Avda. Fred Olsen
38800 San Sebastian de La Gomera
Canarias


Jun 25

Wir sind gespannt auf unsere erste Wanderung in La Gomera. Claudia und Bernd von der SY STILL CRAZY laden uns auf eine gemeinsame Wandertour ein.  Erst müssen wir leider absagen, da Hanspeter eine Sommergrippe erwischt hat, doch am Freitag geht’s dann am Morgen auf den Bus. Udo ein Deutscher der hier lebt hat von einer Fiesta im Dörfchen Benchijigua, ein 12-Seelen Ort, gehört. Er ist ein super Wanderführer und kennt unterwegs jedes Pflänzchen, was Lilian sehr entspricht. Er bestimmt unsere Tour und so starten wir in der Mitte der Insel auf 1074 m ü/Meer.

Nach 2 Stunden wandern durch ein wunderschönes Barranco (Schlucht), erreichen wir zur rechten Zeit die Ermita de San Juan (kleine Kapelle) oberhalb Benchijigua. Der Gottesdienst ist bald zu Ende und die beiden wunderschön mit frischen Blumen geschmückten Heiligen werden zur Kapelle herausgetragen. Die kleine Gemeinde begibt sich zu einer Prozession durch‘s Tal. Musikanten spielen auf Trommeln und riesigen Holzkastagnetten und begleiten den Umzug. Nach einer halben Stunde werden die Heiligen zurückgebracht und das Fest nimmt seinen Lauf. Nun spielt eine Band Inselschlager, die Leute decken sich mit Getränken  und Gegrilltem ein. Ein friedliches Beisammensein von Jung und Alt, Einheimischen und Fremden.

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Jun 23

Der Johannistag, die Feier der Sommersonnenwende, wird auch auf La Gomera gefeiert. Schon die Ureinwohner entfachten Feuer, um den Göttern für die Ernte zu danken und das Böse zu vertreiben.
Man feiert mit einer Kombination aus christlicher und heidnischer Traditionen. Zunächst gedenkt man in Prozessionen dem Heiligen San Juan, um später am Abend den Scheiterhaufen zu entzünden.
Am Strand wurden drei grosse Feuer entfacht. Livemusik spielt. Darbietungen mit Feuertänzern und Feuerschlucker werden vorgeführt. Der Dorfchor singt traditionelle Lieder, welche uns stark an die überlieferten Tessinerlieder, wie Oh bella ciao, bella ciao…… , erinnern. Spaniersippen sitzen zusammen und geniessen ihre selbst gekochten feinen Gerichte, es wird gegrillt und überall ist eine wundervolle Stimmung zu spüren.
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Jun 18

Wegen der berüchtigten Düse zwischen Las Palmas und  Teneriffa wollen wir Las Palmas im Norden passieren. Das heisst erst einmal gegen den Wind aufkreuzen. Nach so langer Zeit im ruhigen Hafen macht uns der Atlantikschwell echt zu schaffen. Beide kämpfen wir gegen die Seekrankheit an und sind froh, nach 60sm um 21.00 Uhr einen Platz in der Marina Radazul im Osten von Teneriffa bekommen zu haben.

Die zweiten 60 sm machen wir in zwei Etappen, da wir mehr Zeit haben wollen. Am späten Nachmittag kommen wir in der noch nicht fertig gebauten Marina San Miguel im Süden von Teneriffa an. Anderntags segeln wir mit leichten Winden die restlichen 28 sm bis nach Gomera. Wir freuen uns an der Delfinschule, welche uns ein kurzes Stück begleitet und sichten zum ersten mal Familien von Pilotwalen, welche sich an der Oberfläche sonnen.
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10 sm vor der Insel verstärkt sich der Wind bis zu 7 Bf (ca. 60 km/h). wir kämpfen die letzten 1 ½ Stunden gegen Welle und Wind an und freuen uns riesig in San Sebastian von unseren Segelfreunden Claudia und Bernd begrüsst zu werden.


Jun 11

Wir mieten uns ein Auto um endlich noch was von der Insel zu sehen und natürlich um Grosseinkauf für die nächsten Monate zu machen.
Ausflug Cran Canaria (1) Ausflug Cran Canaria (2) Ausflug Cran Canaria (3) Ausflug Cran Canaria (4)

Über wunderschöne Hügellandschaften erreichen wir den kleinen Ort Teror. Die Strasse zur Altstadt ist gesperrt und wir sehen auch gleich weshalb. In allen Altstadtgässchen sind Strassenbilder ausgelegt. Mit Naturmaterialien und eingefärbtem Salz sind die aufwendig, kunstvollen Mandalas ausgelegt.


Eine wahre Augenpracht! Wir erfahren, dass am Abend eine Prozession durch die Stadt zieht und übers Wochenende ein Dorffest stattfindet. Wir freuen uns im richtigen Augenblick das Städtchen besucht zu haben. Den ganzen Beitrag lesen »