Jun 29


Nach einer tollen Überfahrt mit Windstärken von 3-6 Bf. legen wir in Kelibia in Tunesien an.  Das Einklarieren hier ist, obwohl uns viele von Tunesien gewarnt haben, relativ unkompliziert.„Che Guevara” weisst uns einen Platz am alten Pier an. Eigentlich sind wir froh hier alleine zu liegen, denn auf der andern Seite liegen die Yachten im Viererpäcklein. Als erstes kommt die Polizei und nimmt die Pässe mit ins Office, danach kommt der Zoll auf das Schiff und hat ein langes Formular bereit. Mann muss angeben wie viel Alkohol und Zigaretten man an Bord hat, er sieht unseren kleinen Vorrat (den feinen italienischen Wein haben wir tief unten verstaut) macht überall bei den Angaben auf dem Formular Striche, sagt bei Waffen soll ich „no” schreiben oder? Und dann mussten wir noch alle elektronischen Geräte vom Schiff und alle sonstigen nicht mit dem Schiff fest verbunden Sachen aufschreiben. Die Liste wurde kurz, kein Schrank wurde geöffnet, er fragt uns dann noch wegen einem angefangenen Whisky als Geschenk … und schon sind sie weg. Uns wird eine halbe Stunde später die Pässe und das Transito aufs Schiff gebracht. Der Hafenkapitän erscheint dann auch noch kurz und schon ist alles geregelt.

Am Samstag machen wir unseren ersten Ausflug mit unseren Fahrräder ins 3 km entfernte Städtchen. Ja wir sind wirklich in Afrika. Wir werden vor allem mit neuen Gerüchen und Lauten begrüsst. Wir mache erst mal eine Einkaufstour um unseren Kühlschrank wieder etwas zu füllen und wollen dann am Abend nochmals ins Zentrum fahren. Die Läden sind 24 Stunden offen!!!

Als wir zum Schiff kommen trifft uns fast der Schlag. Die haben einfach unsere Whisper um parkiert! und zwischen die Pier und uns ein riesen Fischerboot gelegt. Uns packt erst mal die Wut. Was war da los? Das Fischerboot habe Motorschaden und musste dort anlegen um später dann mit dem Travellift aus dem Wasser gehoben zu werden. Wir begutachten unsere Whisper und können keinen Schaden entdecken, wie die das gemacht haben wissen wir nicht. Ein anderer Segler berichtete uns aber, er hätte zugeschaut und alle hätten sehr sorgfältig hantiert. Ja, nochmals Glück gehabt. Wir wechseln nun auch den Platz ins Dreierpäckchen am Yachtsteg. Da starke Winde angesagt ist müssen wir morgen früh auch nicht weg unsere Nachbarn bleiben auch.

Wir müssen sowieso bis Montag bleiben, denn beim Geldwechseln am Bankomat wurde einfach unsere Karte beim ersten Mal direkt eingezogen. Die Bank hat Samstag und Sonntag geschlossen also müssen wir am Montag dann vorbeischauen.

Mit dem Ausflug heute Abend wird auch nichts, denn der Wind bläst im Moment hier im Hafen mit bis zu 30 kn, da bleiben wir lieber an Bord und schauen, dass die Leinen halten. Etwas Gutes hat es, ich habe nun endlich Zeit um die Homepage nachzuführen. Morgen kann ich dann hoffentlich zum Internetpoint um die Texte und Bilder hochzuladen. (1 Stunde Internet kostet 1 Dinar, ca. 1 CHF).

Mit unseren Fahrrädern gehen wir auf Erkundungstour. Vom wunderschön gelegenen Ford Kelibia hat man eine tolle Aussicht.
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Dabei entdecken wir in der Nähe einen schönen Sandstrand und machen uns auf zum Baden. Die berühmten, kilometerlangen und wunderschönen Sandstrände sind ja angeblich das Gold von Tunesien, da der Tourismus die haupteinnahmequelle Tunesiens ist. Zu unserem Erstaunen hat es hier praktisch keine Touristen, die Tunesier geniessen den Sonntag am Strand.

Voraussichtlich werden wir am Dienstag weiter nach Sidi Bou Said segeln und dann weiter nach Bizerte. Von dort gibt es eine Nachtfahrt ca. 120 sm nach Cagliari. Am 12.07.09 werden uns dort Livia und Adrian besuchen. Wir freuen uns schon riesig auf das Wiedersehen.


Jun 17


Linosa ist die mittlere der Pelagischen Inseln Lampedusa, Linosa und Pantelleria, drei Vulkaninseln zwischen Sizilien und Tunesien. Alle drei gehören zu Italien. Sichere Ankerplätze oder Anlegestellen gibt es auf Linosa nicht. Doch das Wetter ist gut und wir Ankern auf der Westseite bei dem kleinen Hafen. Diese Kulisse ist traumhaft.
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Gerne wären wir auf dieser kleinen Insel noch etwas geblieben, doch der Wetterbericht sagt wieder stärkere Winde an und wir müssen dann an einem geschützten Ort sein. Am nächsten Tag geht es weiter nach Pantelleria. Auf der Überfahrt sehen wir viele Schildkröten welche nach Lampedusa unterwegs sind um dort ihre Eier im Sandstrand zu vergraben. Der Strand steht dann in dieser Zeit unter Schutz und darf nicht betreten werden. Eine Delfinschule begleitet uns wiederum ein Stück und wir geniessen so die ruhige Fahrt.

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Im Hafen von Scauri werden wir von Capitano Trutz herzlich begrüsst. Trutz ist ein deutscher Handelskapitän, der seine Pension jetzt in Scauri auf seinem Schiff verbringt. Er lädt uns gleich zu einem Bier ein und erzählt so manches Seemannsgarn. Wir laden ihn darauf gerne auf unser Schiff zum Nachtesen ein. Trutz besorgt uns ein günstiges Auto und führt uns einen Tag um die Insel.

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Wir sind begeistert von der Natur, die Pflanzen, die Vulkansteine bizarre Felsen und der Höhepunkt ist die Höhlensauna. Ja ihr lest richtig, in einer Höhle kommt heisser Dampf hervor und man kann darin richtig Sauna machen. Wir hatten Glück, die erste Zeit sassen wir alleine in der Höhle und danach kamen immer mehr Leute auch viele Einheimische gehen alle Wochen da saunieren.

Eine weitere Attraktion der Insel liegt sozusagen vor unseren Füssen. Direkt neben dem Hafen wo wir liegen hat es eine Felsenbadewanne mit einer heissen Quelle. Da es im Hafen weder Dusche noch sonst was gibt und das Wetter nicht zum Baden einlädt geniessen wir ab und zu ein gesundes, heisses Bad. Die Zeit vergeht wie im Fluge, der Wetterbericht prophezeit ideale Winde für Freitag und so verlassen wir Pantelleria nach neun schönen, abwechslungsreichen Tagen und segeln in Richtung Afrika.


Jun 14


Nach 56sm erreichen wir Malta am frühen Abend. Einklarieren kann man bei der Marina Msida (ca. 18€), doch da ist vorerst kein Platz. Einen andern Anlegeplatz zum Einklarieren beim Hafenamt gibt es nicht. Nach einiger Zeit bekommen wir im hintersten Ecken des Hafen einen Platz zugewiesen, doch sobald wir angelegt und uns eingerichtet haben kommt die Motoryacht, welcher der Platz gehört und wir müssen wieder los.Die Marina Manoel Island meldet sich per Funk und bietet uns einen Platz an. Eigentlich wollten wir nicht da hin, da wir wissen, dass diese Marina teuer ist, doch mittlerweile ist es schon spät und wir legen in der Marina Manoel Island (32€ Wasser, Strom extra!) an.

Wir verbringen einen gemütlichen Abend mit dem Besuch eines englischen Pups mit super Livemusik.

Der Wetterbericht ist gut, wir wollen nach Comino um in einer hübschen Ankerbucht zu ankern. Leider ist dieser übers Wochenende voll, doch am Sonntagabend kehrt die Ruhe eine.
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Am Montag geht es nach Gozo zum Ausklarieren, wir ankern nochmals in einer Bucht von Comino und gehen Dienstagmorgen um 4.20 Uhr Anker auf und fahren, ja leider fahren es hat keinen Wind, 74 sm nach Linosa.
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Jun 09


Das Packet ist inzwischen angekommen und wir wollen weiter. Nach neun abwechslungsreichen Tagen in Siracusa lichten wir am 09.06.09 den Anker und segeln mit leichten Winden nach Marzamemi. In einer kleinen Marina (30€) legen wir an und erkunden das hübsche kleine Dörfchen mit unseren Fahrrädern. In Marzamemi gab es früher einige Thunfischfabriken. Die alten Fabrikgebäude wurden in rustikale Verkaufslokale umfunktioniert mit einheimischen Produkten aus Thun-, Schwertfisch, Tomaten und Kräutern. Alles ist hübsch ausgestellt und wir können verschiedene Produkte testen. Mmhh lecker! Wir können nicht wiederstehen und kaufen ein kleines Stück geräuchten Spada (Schwertfisch). Auch sonst ist das Dörfchen mit den alten Steinhäusern und dem idyllischen Dorfplatz einfach und schlicht saniert, was ein wunderschönes Ambiente entstehen lässt.
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Richtung Süden geht es weiter nach Porto Palo wo wir für eine kurze Nacht im Hafen ankern. Morgens um 3.40 Uhr gehen wir Anker auf, verabschieden uns von Italien und los geht’s nach Malta.


Jun 06


Da wir hier auf unser repariertes Funkgerät warten müssen, haben wir noch paar Tage Zeit die Stadt zu besichtigen. Wir geniessen wieder unsere Zweisamkeit und die Zeit vergeht im Fluge mit Stadtbesichtigungen, Einkaufsbummel auf dem Markt und dem Alltag auf dem Schiff. Es gibt viel zu besichtigen: Wir besuchen das Teatro Greco theatro-greco-siracusa.jpg und das Teatro Romana. theatro-romana.jpg Das Teatro Greco ist mit einer grossen Tribüne versehen, Vorstellungen finden alle Abende statt. Gerne hätten wir eine besucht, doch sind wir von dem Beschrieb nicht überzeugt. Kein Orchester, kein Gesang, etwas Musik aus Boxen und Gesprochenes, die Preise für dieses Experiment sind uns zu hoch. siracusa-5.jpgFasziniert sind wir vom Orecchio di Dionisio. flusterndes-ohr-des-dionisio.jpg Angeblich soll das „Ohr des Dionysios” von Menschenhand geschaffen worden sein und als Gefängnis für Staatsfeinde des Tyrannen Dionysios gedient haben. Geflüsterte Worte im Innern der Grotte werden so laut verstärkt, dass man sie draussen hören kann. So konnte Dionysios angeblich von den Plänen seiner Feinde erfahren. Wir hatten das Glück kurze Zeit alleine an diesem Ort verweilen zu können und testeten den Hall mit unseren Stimmen. Wie wundervoll wäre es hier einem kleinen Chor zu zuhören oder gar mit zu singen! Den ganzen Beitrag lesen »

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Jun 02


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Sonntags machen wir das Schiff klar und segeln mit angenehmen Winden weiter nach Siracusa. Für Brigitte und Ueli ist es die erste Segelerfahrung und die beiden geniessen die 30 sm Segelstrecke bei schönem Wetter.

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Wir legen in der Marina und freuen uns alle auf eine warme Dusche. Damit wird aber nichts die Duschen sind im Bau. Trotzdem kostet die Marina 40.00 €, ab Juni 55 €. Geduscht wird auf dem Schiff.

 

Am nächsten Tag gehen wir in der grossen Bucht vor Anker und unsere Freunde erleben die erste Nacht vor Anker. Eine etwas schauckelige Nacht, doch es gefällt ihnen. siracusa-4.jpg

 

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Mai 29


Morgens reisen unsere Freunde mit Hanspeters Brüder ab und wir haben noch Zeit das Schiff zu putzen, einzukaufen und alles für unsere neuen Gäste Brigitte und Ueli vorzubereiten.Am Samstag besichtigen wir gemeinsam die imposante Stadt Catania. Am meissten begeistert sind wir von dem lebhaften Fischmarkt. Dort findet man alle Arten des localen Fischfanges, natürlich beeindruckt sind wir von den riesigen Tunas und Schwertfischen. Natürlich findet man auch die verschiedensten Arten von Muscheln, Garnelen, Schnecken und Fischen. Wir können uns fas nicht sattsehen an dem bunten, lauten Markttreiben.

fischmarkt-catania-3.jpg   fischmarkt-catania.jpg   fischmarkt-catania-2.jpg

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Mai 28

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Von Riposto aus ist es nicht mehr weit zum grössten aktiven Vulkan von Europa. Der Ätna ist ca. 3250 m über Meer. Wir organisieren ein Mietauto und sind schon bald unterwegs in Richtung Rifugio Sapienza. Eine kurvenreiche Strecke mit faszinierenden Natur- und Landschaftseindrücken erwartet uns. Nach ca. 1 Stunde erreichen wir die Talstation der Gondelbahn, welche uns dem Ätnagipfel näher bringt. Danach können wir auf einen Mercedes Unimog umsteigen und wir fahren auf einer Piste, welche durch graue Schneeschneisen führt in die Nähe des Gipfels auf ca. 3000 m Höhe.
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Ein bissig, kalter Wind empfängt uns. Wir schreiten durch eine bizarre Landschaft, etwa so stelle ich es mir auf dem Mond vor. In nächster Näher liegen die Krater der Vulkanausbrüche vom 2001, 2002, 2003 und 2004. Alle Jahre bildete sich in Reih und Glied ein neuer Krater. Imposant! Wir sind beeindruckt
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Mai 27


Am 19. Mai segeln wir morgens früh von Brindisi los. Wir freuen uns wieder aufs weitersegeln und nehmen Kurs auf Otranto. Nach 45 sm mit nördl. Winden 3 -5 Bf. kommen wir gut voran. Die Wellen sind vom Vortag noch hoch und ruppig, wir sind froh mit achterlichen Winden segeln zu können. Am Abend legen wir in Otranto, da es auch im Hafen mit 20 kn blässt, an der Mole an.

Otranto ist ein wunderhübsches Städtchen, gepflegt und auf eine sanfte Art renoviert. Das Castello hat einen speziellen Grundriss und ist geschickt an die Altstadt angegliedert.
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Wir lernen viele nette Schiffsnachbarn kennen und es gibt wie immer reichlich Gesprächsstoff zum Austauschen. (Anlegen an der Mole mit Mooring ohne Strom 19€) Den ganzen Beitrag lesen »

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Mai 18


Unser Schiff ist in der Marina gut vertaut und wir nutzen dies um einen Landausflug in die Provinzhauptstadt Lecce zu machen. Am morgen fahren wir mit unseren Klapprädern zum Bahnhof von Brindisi, packen diese in ihre Taschen und fahren mit dem Zug in ca. 35 min. nach Lecce. Dort sind wir froh die grosse, interessante Altstadt mit dem Velo zu erkunden.

Das barocke Lecce hat wunderschöne Kirchen, Plätze und ein römisches Amphitheater.

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Liebespärchen bringen Schlösschen als Glücksbringer an den Laternenpfahl.

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