Dez 08

Fünf Monate stand unsere Whisper an Land hier in Trinidad. Wir verbrachten eine wunderschöne Zeit in der Schweiz.
Der Abschied von unseren zwei süssen Enkelkindern , der Familie und den Freunden war schwer.

Doch nun freuen wir uns auf neue Abenteuer. Hier in Trinidad ist es im Moment sehr heiss und wir müssen uns erst ans Klima gewöhnen. Wir sind froh, dass wir trotzdem mit den Arbeiten gut vorankommen und morgen ins Wasser können. Dann wird das Leben auf dem Schiff wieder angenehmer.

Einiges haben wir noch zu erledigen bis die Whisper segeltüchtig ist, doch hoffen wir bald nordwärts in Richtung Grenada zu segeln. Wir können den ersten Sprung ins angenehme, klare Wasser kaum erwarten!


Jun 25


Montags begrüssen wir unsere Freunde Aurelia und Urs im Süden der Insel in Crown Point. Nach der langen Anreise können die beiden während der 1 ½ stündigen Rückfahrt nach Charlotteville die ersten Eindrücke auf sich wirken lassen.

Knapp vor dem Eindunkeln erreichen wir unser Dingi und bringen in zwei Fahrten unsere Gäste, alles Gepäck und unsere Einkäufe in die Pirates Bay, wo unsere Whisper einsam vor einer grünen Dschungelkulisse vor Anker liegt.
Am ersten Tag erkunden wir die Unterwasserwelt, schlendern durchs Dorf und Urs und Aurelia testen den ersten Roti.

Am nächsten Tag, nach einer einstündigen Wartezeit, fahren wir mit dem Bus quer über die Insel nach Speyside:
Wir entdecken eine alte Zückerrohrmühle und geniessen die wunderbare Aussicht von der Ostseite der Insel.

Mittwochs gehen wir abends bei Noel Duncan essen. Noel lebte 14 Jahre in der Schweiz und ist nun in seine Heimat zurück gekehrt. Er führt ein Guest House www.chalet-calabash.com. Er malt und macht wunderschöne Calabash – Artwork. Das Essen war lecker und schön präsentiert, was man hier sonst nicht so kennt.

Wir geniessen während fünf Tagen die Umgebung von Charotteville.
Wir kaufen frischen Tuna direkt vom Fischer.

Am Samstag geht es Anker auf. Das heisst erst mussten wir die Ankerkette von einem Stein befreien, der uns nicht weiterziehen lassen wollte. Aurelia und Urs geniessen die Fahrt nach Store Bay. Mit achterlichem Wind und wenig Welle, da wir in der Abdeckung der Insel sind, erlebten wir „Segeln vom Feinsten“.
Am nächsten Tag heisst es früh aufstehen. Morgens um 3 Uhr 30 läutet der Wecker. Urs macht uns einen Kaffee. Noch verschlafen besteigen wir um 4 Uhr unser Dingi, um am Land Christian zu treffen.
Mit ihm machen wir eine Regenwaldtour. Noch im Dunkel fährt er mit uns an der Westküste hoch und biegt dann in die Hügellandschaft ab. Bevor wir loswandern gibt es Kaffee, Brötchen und Bananen aus seinem Garten. Christian Achorner ist Österreicher und lebt schon viele Jahre in Tobago und kennt die Insel wie sein Hosensack.

Wir haben es sehr genossen einmal eine Führung auf Deutsch zu haben und sein Wissen über den Regenwald und die Tierwelt hat mich beeindruckt. Eine gute Empfehlung, hier seine Homepage www.achorner.com
Als Erstes begegnen wir den gut getarnten Krabben, welche ziemlich angriffig auf unsere Zehen sind. Wir entdecken eine Schlange, verschiedenste Vögel, Blumen und Pflanzen des Regenwaldes und lassen uns von Christian überzeugen die Termiten zu kosten, welche wirklich nach Carotin schmecken!



Nach unserem Trail im Regenwald gab’s nochmals ein Sandwich – die Termiten haben unseren Appetit nur angeregt und nicht gestillt!
Als Abschluss haben wir die Gelegenheit im Becken eines kleinen Wasserfalls ein Süsswasserbad zu geniessen. Eine interessante Tour mit vielen Informationen über den Regenwald und die Tierwelt Tobagos.
Am Dienstag stehen wir ein weiteres Mal morgens um 4 Uhr auf um bei Sonnenaufgang zu unserem letzten Segeltörn dieser Saison aufzubrechen.

Wir erwarten zwischen den Inseln eine hohe, unangenehme Welle, doch wiederum können wir unseren Gästen ein entspanntes Segeln bieten. Wir geniessen einen  wunderschönen letzten Törn in dieser Saison.

Letzter Saisontörn – etwas nachdenklich sind wir schon …

Nach 60 sm und 10 Sunden fällt unser Anker in der unbewohnten Bucht Scottland Bay in Trinidad. Noch eine Nacht Schonfrist und dann geht die Arbeit los.

Anderntags kommt unsere Whisper wieder in der Power Boats Marina an Land. Aurelia und Urs verlassen uns um noch 4 Tage Trinidad alleine zu erkunden. – Wir machen uns ans Putzen, Waschen, Abmontieren, Reparieren und was es alles so braucht um das Schiff einige Monate allein zu lassen. Am 30.06. geht es zurück in die Schweiz, wo wir während der Hurricansaison in Uster zu Hause sind und uns auf Familie und Freunde freuen!


Jun 11

Wir haben uns schon lange auf die Cays gefreut und wollen dieses wunderbare Naturreservat länger geniessen. Während 14 Tage schnorcheln wir jeweils ein oder zwei Mal am Tag in diesem wunderbaren Riff. Mittlerweile haben wir schon Schwimmhäute an Händen und Füssen.


Wir haben den Luxus hier mit jeweils 20 – 5 Schiffen gemeinsam zu Ankern. In der Hochsaison liegen über 100 Segelboote vor Anker!
Das Horse Shoe Riff schütz die vier kleinen unbewohnten Inseln vor der Brandung des Atlantiks. Die Wellen rollen ungebremst von Afrika bis hierhin – auch der Sahara Sand trägt der Wind bis zu uns.

Das klare Wasser glitzert in allen Blautönen von Türkis, Hellblau bis Tiefblau.
Wir bekommen nicht genug vom Beobachten all der bunten Rifffische, Kofferfische, Adlerrochen, Papageienfische, Ammenhaie, Lobsters, um nur einige zu nennen.




Die Schildröten kommen hierhin und weiden in der mageren Meereswiese. Alle Tage können 4 – 5 Stück beobachten.
Bei kleinen Spaziergängen auf den kleinen, unbewohnten Inseln entdecken wir spezielle Planze, beobachten Tiere wie diesen Leguan oder geniessen die Aussicht aus der Höhe.

Doch alles Tolle hat ein Ende, wir segeln die 7 Meilen nach Canouan zurück, wo wir gutes Wetter abwarten, ausklarieren um nach Tobago zu segeln.
Trotz gutem Wetterbericht war es ein sehr anstrengender Törn. Während 22 h segelten wir gegen Wind, Welle und Strom. Wir mussten Volltuch setzten, damit wir die Höhe noch einigermassen halten konnten. Die Wellen füllten uns manchmal die Genua und das Wasser kam bei starker Krängung bis zum Süll. Doch nach 100 sm erreichen wir ohne zu kreuzen die Man of War Bay und kommen in Charlotteville in Tobago an. Letztes Jahr von Surinam kommend, verbrachten wir 6 Wochen in diesem hübschen, authentischen Fischerdorf. Wir nahmen uns damals vor, nochmals hierhin zurückzukommen und sind froh, nun unsere Freunde Aurelia und Urs auf der Whisper begrüssen zu dürfen.
Gemeinsam werden wir nach Trinidad segeln, wo wir erneut unser Schiff aufs Land stellen und am 1. Juli in die Schweiz fliegen.


Mai 17

In St. Vincent klarierten wir in Chateau Belair im Norden ein und sind weiter in den Süden nach Blue Lagoon gesegelt. Es gefiel uns nicht besonders, deshalb segelten wir am nächsten Tag weiter nach Bequia.
Wir ankern in der grossen Admirality Bay beim Princess Beach. Beim Schnorcheln neben unserem Ankerplatz entdecken wir in 50 m Entfernung neun Lobster (schade seit diesem Monat ist Schonzeit), 3 Moränen, Kugelfische, den Flughahn, Aale, Seeschlangen, Igelfische, Conch-Muscheln, Schildkröten beim weiden und haufenweise essbare Seeigel. Unglaublich da hier jederzeit hunderte von Schiffen ankern.
Bequia ist eine hübsche alte Walfanginsel, welche recht touristisch ist, jedoch ihren Charme und Liebenswürdigkeit behalten hat. Die Hochsaison ist auch vorbei und alles geht geruhsam vor sich zu und her. Die Leute sind alle sehr freundlich.






Wir marschieren quer über die Insel zur Friendship Bay. Von dort sieht man die Silhouetten all der kleinen Grenadinen Inseln, wo wir demnächst vorbei segeln werden.


Auf dieser vorgelagerten Insel werden heute noch ein bis zwei Wale pro Jahr ausgenommen. Dieses Jahr hatten sie noch kein Glück. Die Wale werden hier auf traditionelle Art gefangen und geben dem Wal immer noch eine Chance.

Hier werden noch Holzboote gezimmert:

Gestern haben wir auf dem Markt Grosseinkauf gemacht. Wir kauften Frischwaren für etwa 3 Wochen ein. Alles wird hier mit der Fähre von St. Vincent hergebracht und die Preise sind hoch. Auf den nächsten Inseln ist die Auswahl jedoch noch kleiner.
Da wo wir am Sonntag hinsegeln gibt es ausser drei unbewohnten, winzigen Inseln gar nichts, nämlich zu den Tobago Cays, ein Naturreservat. Hinter einem Riff werden wir ankern und einige Tage im glasklaren Wasser schwimmen, schnorcheln und die Natur geniessen.
Bild tobago Cays


Mai 08

Ach wie vermissen wir das morgendliche „Nani-rufen“, die kleinen tapsenden Füsse, welche zu uns in die Achterkoje schleichen. Anschliessendes Kuscheln und Büechli erzählen und so viele schöne Momente mehr…


Wir verbrachten noch einige wunderschöne Tage hier in St. Lucia und mussten vorgestern mit tränenden Augen die drei zum Flughafen begleiten.
Zum Glück werden wir alle in 2 Monaten in der Schweiz wieder sehen.
Wir segeln nun südwärts zurück nach St. Vincent und werden in nächster Zeit die Grenadinen geniessen.
Wir freuen uns auf türkisblaue Ankerplätze in, aufs Schnorcheln und baden.


Apr 24

Wir geniessen die Zeit mit unserer Familie. Ich komme gar nicht dazu den Blog zu aktualisieren. Das Enkelkind hat vorrang.


Selina liebt das Dingifahren und natürlich auch das Spielen und Baden am Strand. Etwas südlich finden wir die Anse Caritan mit einem traumhaften, idealen Strand für Kleinkinder. Die Bäume geben Schatten bis zum Wasser.

Am 11. April gehen wir Anker auf und segeln in die Grande Anse d‘Arlet. Der erste richtige Segelschlag für Selina. Sie macht das super, auch das Leben auf dem Schiff meistert sie für ihre 19 Monate perfekt. Ist ja nicht verwunderlich mit den Genen von einem Segelehepaar.
In der Anse d‘Arlet verweilen wir etwas länger. Mathias macht bei der Tauchschule Plongée Passion das Open Water Brevet.

Wir gehen viel schnorcheln und baden, was in dieser Bucht spektakulär ist. Ein Sprung ins Wasser und wir können die grossen Karettschildkröten beim Weiden im Seegras beobachten.

Am 19. April segeln wir mit Motorenunterstützung gegen den Wind, in die touristische Bucht Anse Mitan.
Hier verbringen wir ruhige Ostern und werden am Ostermontag von Einheimischen zum traditionellen Krabbenessen am Strand eingeladen.
Während zwei Tagen mieten wir ein Auto und erkunden die Insel. Mathias ersteigt den Vulkan Pele und wir besichtigen das Museum in St.Pierre, welches vom grossen Vulkanausbruch 1902 berichtet.
Wir werden nochmals nach St. Anne segeln, dort uns mit den Leckereien von Martinique eindecken und dann nach St. Lucia übersetzten.

 


Apr 06

Mit halbem Wind rauschte unsere Whisper von der Rodney Bay St. Lucia nach Martinique, eine tolle Überfahrt. In Le Marin vor Anker haben wir gute Möglichkeiten unsere Vorräte wieder aufzustocken. Hier gibt es endlich wieder leckeren Käse und guten Wein zu erschwinglichen Preisen einzukaufen.
Unsere alten Campinggasflaschen können wir gegen neue tauschen, obwohl wir die alten erst noch im richtigen Blau sprayen müssen. Wir fahren mit dem Mietauto aufs Land und Hanspeter sprayt die in Brasilien hellblau gemalten Flaschen mittelblau. Der Mann an der Tankstelle fand wir hätten einen guten Job gemacht und wechselt die Flasche problemlos aus.


Am Sonntag wird in Le Marin noch eine Yole – Regatta abgehalten. Die einheimischen Holzboote mit ihren typischen, fast quadratischen Segeln ist bemannt mit bis zu 18 Seglern, welche auf Holzbalken von der einen Seite zur andern balancieren, um die Krängung auszugleichen. Ein tolles Schauspiel.


Das Schiff ist nun vorbereitet für die junge Familie. Mathias, Livia und Selina kommen zu Besuch. Das Abholen am Flughafen verbinden wir mit einer kleinen Rundfahrt mit dem Mietauto. Wir können es fast nicht erwarten unser Enkelkind und natürlich auch die Eltern in die Arme zu nehmen.
Nach einem Tag Angewöhnung auf der Whisper, segeln wir in die nahegelegene Bucht vor Sainte Anne.


Mrz 18

Wir entschliessen uns noch eine Weile in Soufrière zu bleiben. Wir testen weitere Bojenplätze in der Hoffnung, dass sie weniger rollig sind – keine Chance, wahrscheinlich ist das Rollen im Preis inbegriffen. 2 Nächte an der Boje kosten 40 EC$, 7 Nächte 80 EC$ (27 CHF, 4 Franken pro Tag ist wirklich günstig!)
Fast alle Tage kommen wir in den Genuss eines wunderschönen Regenbogens. Noch nie haben wir so viele Regenbogen beobachtet wie hier in Soufrière.

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Mrz 10

Schon drei Wochen sind wir in St.Lucia. Je länger man bleibt um so lieber bekommt man die Insel und ihre Bewohner.
Diese Insel wird jeden Tag von einigen Kreuzfahrtschiffen überfallen. Die Touristen werden unter tags über die ganze Insel verteilt. Überall trifft man auf sie. Man lernt ihnen auszuweichen und trifft trotz allem auf viele nette Einheimische.
Drei Tage haben wir zur Verfügung unsere Whisper auf „Vordermann“ zu bringen, Grosseinkauf zu machen und ein Taxi zum Flughafen zu organisieren. Am Sonntagnachmittag begrüssen wir unsere Freunde Rosy, Peter und Fleur am Flughafen Hewanorra, im Süden von St.Lucia.
Nach einer halsbrecherischen Fahrt mit dem Taxibus durch die schöne Hügellandschaft, kommen wir in Soufrière an. Nach zwei Dingifahrten sitzen wir alle gemütlich im Cockpit und tauschen die neusten News aus.


Wir bleiben vier Tage in Soufrière und der Nachbarbucht Anse de Piton, wo wir tolles Schnorcheln und Strandlaufen geniessen. Das idyllische Dorf Soufrière mit seinen wunderschönen alten Holzhäusern beeindrucken uns sehr.
Bäckerei
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Feb 15

Wir haben unser Ziel erreicht und sind in St. Lucia angekommen.


In zwei Tagen bekommen wir Besuch von der Familie Schmid, unsere Schweizer Freunde. Aus diesem Grunde segelten wir in schnellem Tempo die Windward Island hoch. Im Vergleich zu den Charteryachten hier hatten wir jedoch jede Menge Zeit. Wir freuen uns jedoch sehr auf dem Rückweg die Grenadienen, die wunderschönen Trauminseln zwischen St. Vincent und Grenada ausführlicher kennen zu lernen. Den ganzen Beitrag lesen »


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