Feb 12

So, am 6. Februar ist alles für die Überfahrt vorbereitet. Mit unseren Freunden Renate und Dieter von der Simy feiern wir Abschied, denn unser neuer Kurs führt westwärts, wir werden sie nicht so schnell wieder treffen. Doch man weiss ja nie ….
Um 9.00 Uhr geht es Anker auf und wir motoren langsam zur Bucht hinaus. Der Kurs ist 270° immer dem Sonnenuntergang entgegen. Wir setzten beide Genuas und baumen sie mit den Spinakerbäumen aus.


Mit 3.5 – 4 kn Fahrt segeln wir langsam Bonaire entgegen. Wenn der Wind nicht noch etwas zunimmt werden wir vier Nächte für unsere 410 sm brauchen.
Toll, dass in der Nacht der Wind langsam zunimmt und für kurze Zeit segeln wir mit 7.5 kn. Der Strom schiebt uns ebenfalls westwärts. Die Hoffnung steigt, dass wir Bonaire nach 3 Nächten erreichen werden.
Zum Glück haben wir keine grossen Wellen, so kann sich der Körper langsam wieder an das Geschaukel gewöhnen.
Nach einem schönen Sonnenuntergang, einem wundervoller Sternenhimmel der um 22 Uhr von einem ¾ Mond abgelöst wird, lassen die Nachtwachen wie im Fluge vorüber gehen.

Ein blinder Passagier schliesst sich uns an. Der Booby sitzt bis zum Tagesanbruch bei uns auf der Davids und schläft trotz dem schaukelnden Gestänge.

Hier möchte ich noch unseren zweiten blinden Passagier vorstellen. Hanspeter muss sein Bier verteidigen, der kleine Gekko hat ebenfalls Durst.

In der zweiten Nacht legt der Wind zu und mit dem mitschiebendem Strom segeln wir während längerer Zeit mit neun und mehr Knoten. Unsere Whisper läuft wie auf Schienen und das Leben an Bord ist angenehm.
Wir haben die Zeit wieder aufgeholt. Am dritten Tag um 12.00 Uhr begrüsst uns in Bonaire eine Schildkröte und wir können gerade noch die letzte Boje ergattern. Ankern ist hier in Bonaire nicht erlaubt, die ganze Insel ist ein Naturpark.
Nun gilt es unser Schiff auf den Besuch unserer Freunde vorzubereiten. Wir bringen unsere Fahrräder ans Land und erkunden die nähere Umgebung.


Feb 03

Petite Martinique liegt 10 Seemailen von der Tyrell Bay, Carriacou entfernt. Eine kleine, urtümliche Karibikinsel von etwa 2.5 km2. Die etwa 800 Bewohner leben hauptsächlich vom Fischfang und vom Bootsbau.
Etwa 3 – 5 Segelschiffe liegen gemeinsam mit den Fischerbooten vor Anker.

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Feb 01

Nach 9 Tagen Petite Martinique (Bericht folgt) sind wir wieder zurück in der Tyrell Bay von Carriacou. Hier kamen richtig karibische Gefühle auf als wir gestern Abend bei der Lambi Queen ein delikates Lambicurry (Conchmuschel) gegessen habern. Die Ursache war nicht das Essen, sonder die supertolle Calypsomusik, welche die Locals dazu live gespielt haben. Leider hatte ich den Fotoapparat nicht dabei.
Die ganze letzte Saison hörten wir keine richtige karibische Musik und waren sehr entdäuscht.
Nun, da wir uns von den Antillen verabschieden, freut uns dieser traditionelle Abend besonders.
Der Kühlschrank hatte gähnende Leere, so sind wir heute mit dem Bus nach Hillsborough, dem kleinen Hauptort der Insel gefahren.
„Grossstadt“ Hillsborough

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Jan 20

Für die Fahrt nach Carriacou müssen wir die eiserne Genua zu Hilfe nehmen. Der eher schwache Wind von vorne lässt es nicht zu ohne Mithilfe des Motors voranzukommen.


Die Tyrell Bay ist recht voll doch man liegt hier ruhig und das Schiff macht keine Rollbewegungen. Welche wohltat, nach diesem langem Rollen in der Prickly Bay von Grenada.

Wir unternehmen einen Ausflug auf die andere Inselseite. Hügel hoch und hinunter, nach 15 Minuten sind wir an einem einsamen Strand. Whau! Schnell Taucherbrille und Flossen montieren und ab ins Wasser. Leider ist es zu trüb und wir sehen nicht mal, ob wir unglücklicherweise auf einen Seeigel stehen. Das lieb ich nicht so.


Trotzdem geniessen wir den Strand mit einem ausführlichen Spaziergang, bewundern die Natur und auch die Spuren der Menschen, welche hier anscheinend oft am Conch Muscheln suchen sind. Überall liegen diese wunderschönen Muscheln herum. Um das Muschelfleisch herauszukriegen muss oben eine Öffnung geschlagen werden.

Auf dem Fischmarkt kann man denn das Fleisch kaufen. Im Restaurant haben wir diese Muscheln, hier genannt Lambi, schon ab und zu genossen. Gut zubereitet in Currysauce schmecken sie lecker.


Jan 15

Fünf Tage Regenwetter sind endlich vorbei. Fenster auf und Fenster zu, wenn man Pech hat kriegt man bei der Dingifahrt einen Guss von oben ab und kommt frisch mit Süsswasser geduscht zum Schiff zurück.


Bei dieser hohen Luftfeuchtigkeit war es schwierig unsere Tauchflaschen zu trockenen. Ja ihr habt richtig gelesen. Bei unseren Tauchflaschen war eine Prüfung fällig und wir packten die Gelegenheit hiervon der Prickly Bay aus die Flaschen zum Test zu geben. Eveline von der Tauchbasis ScubaTech, www.scubatech-grenada.com, eine Schweizerin hat sie zusammen mit ihren Flaschen zu einer autorisierten Prüfstelle gebracht. Das ging natürlich über Weihnachten – Neujahr etwas länger und mit Grenada Tempo natürlich noch ein wenig länger. Der Abreisetermin wurde verschoben und wir konnten letzten Freitag die Flaschen wieder in Empfang nehmen. Drucktest bestanden! Doch als wir die Aluflaschen öffnen, sie innen begutachten, sind die Wände leider etwas korrodiert. Was nun? Sandstahlen kann man die hier nicht – also auf Evelyns anraten – füllen wir die Flaschen mit sauberem Sand und Rollen sie, eine halbe Ewigkeit, über den Rasen. Danach ausspülen und mit speziellem Mittel erneut heiss füllen und trocknen lassen.


Aber wie das, bei diesem feuchten Wetter! Nach drei Tagen ist es uns verleidet. Mit dem Heissföhn bewaffnet machen wir uns auf den Weg zur Tauchschule. Nun sind die Flaschen wieder verstaut und bereit für Bonnaire.
Wir freuen uns in der Clarks Court Bay die SYMI zu treffen. Renate und Dieter kennen wir von Brasilien. Die beiden sind von einer Landreise zurück. Ein wunderschöner Wanderweg führt uns der Küste nach in die Übernächste Bucht, wo wir von Dieter mit dem Dingi abgeholt werden. Es gibt viel zu erzählen, wir haben die beiden ein Jahr nicht gesehen.

Ja hier in Grenada ist eine kleine Drehscheibe der Fahrtensegler. Viele haben wir hier wieder getroffen und neu kennen gelernt. Doch trotz intensivem „Social Life“ konnten wir einige anfallende Arbeiten erledigt.
Hanspeter näht den Unterlikspanner der bei der Überfahrt mit einem lauten Knall gerissen ist.

Unser DSC –VHF – Funkgerät muss ersetzt werden. Die Kabel lösen sich auf. Somit muss einiges am Kartentisch abgebaut werden, Kabel neu gelötet und wieder zusammengesteckt werden. Super zum Schluss funktioniert alles wieder.

Bei unserem geliebten Baby Weber Gasgrill ist das Brennrohr durchgerostet. Hanspeter repariert den provisorisch und ich versuche übers Internet ein Ersatzteil zu bestellen. Freunde aus der Schweiz besuchen uns in Bonnaire und werden uns einige Ersatzteile mitbringen. So verbringe ich viel Zeit am Internet auf der Suche nach den gewünschten Teilen.
So vergeht die Zeit und an einem ganz nassen und grauen Tag nehmen wir beide ein Buch zur Hand, nein natürlich unseren Kindle, und lesen den ganzen Tag. Lossegeln können wir eh nicht da draussen der Nordoster zügig bläst und hohe Wellen vom Norden mit sich bringt.
Unsere Backskisten im Bug lassen bei Wellen, die übers Vorschiff rollen, immer Salzwasser rein. Hanspeter düftelt an einem neuen Verschlusssystem, was gar nicht so einfach ist. Doch wie immer hat er eine passende Lösung zur Hand. Testen können wir das Ganze bei der Überfahrt nach Carriacou. 35 sm hart am Wind, da werden sicher ein paar Brecher übers Vordeck rollen.
Morgen wollen wir uns nach St.Georges verlegen und am Samstag dann zur Tyrell Bay hochsegeln.


Jan 09

Unser Silvester Essen wollen wir uns erst noch verdienen.
Mit Christiane und Norbert von der SY SPICA setzten wir uns in den Bus 1 nach St. Georges, steigen um auf Bus 6, welcher mit uns den kurbenreichen Hügel zum Grand Etang hochfährt. Von hier besteigen wir den 2370 Fuss hohen Mt. Qua Qua.
Oben am Gipfel bläst es sicher mit 35 Knoten (ca.65km/h)

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Dez 26

Wir mieten, gemeinsam mit unseren vier östreichischen Seglerfreunden der Bright Star und der Tangaroa, ein Mietauto, um am Vierundzwanzigsten auf Entdeckungsreise zu fahren.


Als Erstes besuchen wir die „Westerhall Estate Rum Factory“. Im Garten laden alte Ruinen und  wunderschöne Blumen zum Fotografieren ein:
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Dez 22

Nach einer schnellen und guten Überfahrt von Trinidad nach Grenada, liegen wir hier in der Prickly Bay vor Anker.
Mit 15 – 20 kn Wind, dem Kurs hart am Wind, 1 – 1.5 m hoher Welle kamen wir schnell voran. Bei der Morgendämmerung konnten wir die Segel einholen und gemütlich im Ankerfeld einen Platz aussuchen. Ein perfektes Timing!


Eva und Hans unsere Wiener Freunde erwarten uns und laden uns gleich am Abend zum Fischessen ein. So empfangen zu werden ist doch wirklich schön!
Wunderschön wieder vor Anker zu sein, den abkühlenden Wind einzufangen und ins klare Wasser zu springen. Wir werden hier gemeinsam mit Eva und Hans, Melitta und Franz Weihnachten feiern, Grenada entdecken, entspannen und nebenbei noch alle anfallenden Arbeiten zu Ende führen.
Euch allen wünschen wir wunderschöne Festtage


Dez 08

Fünf Monate stand unsere Whisper an Land hier in Trinidad. Wir verbrachten eine wunderschöne Zeit in der Schweiz.
Der Abschied von unseren zwei süssen Enkelkindern , der Familie und den Freunden war schwer.

Doch nun freuen wir uns auf neue Abenteuer. Hier in Trinidad ist es im Moment sehr heiss und wir müssen uns erst ans Klima gewöhnen. Wir sind froh, dass wir trotzdem mit den Arbeiten gut vorankommen und morgen ins Wasser können. Dann wird das Leben auf dem Schiff wieder angenehmer.

Einiges haben wir noch zu erledigen bis die Whisper segeltüchtig ist, doch hoffen wir bald nordwärts in Richtung Grenada zu segeln. Wir können den ersten Sprung ins angenehme, klare Wasser kaum erwarten!


Jun 25


Montags begrüssen wir unsere Freunde Aurelia und Urs im Süden der Insel in Crown Point. Nach der langen Anreise können die beiden während der 1 ½ stündigen Rückfahrt nach Charlotteville die ersten Eindrücke auf sich wirken lassen.

Knapp vor dem Eindunkeln erreichen wir unser Dingi und bringen in zwei Fahrten unsere Gäste, alles Gepäck und unsere Einkäufe in die Pirates Bay, wo unsere Whisper einsam vor einer grünen Dschungelkulisse vor Anker liegt.
Am ersten Tag erkunden wir die Unterwasserwelt, schlendern durchs Dorf und Urs und Aurelia testen den ersten Roti.

Am nächsten Tag, nach einer einstündigen Wartezeit, fahren wir mit dem Bus quer über die Insel nach Speyside:
Wir entdecken eine alte Zückerrohrmühle und geniessen die wunderbare Aussicht von der Ostseite der Insel.

Mittwochs gehen wir abends bei Noel Duncan essen. Noel lebte 14 Jahre in der Schweiz und ist nun in seine Heimat zurück gekehrt. Er führt ein Guest House www.chalet-calabash.com. Er malt und macht wunderschöne Calabash – Artwork. Das Essen war lecker und schön präsentiert, was man hier sonst nicht so kennt.

Wir geniessen während fünf Tagen die Umgebung von Charotteville.
Wir kaufen frischen Tuna direkt vom Fischer.

Am Samstag geht es Anker auf. Das heisst erst mussten wir die Ankerkette von einem Stein befreien, der uns nicht weiterziehen lassen wollte. Aurelia und Urs geniessen die Fahrt nach Store Bay. Mit achterlichem Wind und wenig Welle, da wir in der Abdeckung der Insel sind, erlebten wir „Segeln vom Feinsten“.
Am nächsten Tag heisst es früh aufstehen. Morgens um 3 Uhr 30 läutet der Wecker. Urs macht uns einen Kaffee. Noch verschlafen besteigen wir um 4 Uhr unser Dingi, um am Land Christian zu treffen.
Mit ihm machen wir eine Regenwaldtour. Noch im Dunkel fährt er mit uns an der Westküste hoch und biegt dann in die Hügellandschaft ab. Bevor wir loswandern gibt es Kaffee, Brötchen und Bananen aus seinem Garten. Christian Achorner ist Österreicher und lebt schon viele Jahre in Tobago und kennt die Insel wie sein Hosensack.

Wir haben es sehr genossen einmal eine Führung auf Deutsch zu haben und sein Wissen über den Regenwald und die Tierwelt hat mich beeindruckt. Eine gute Empfehlung, hier seine Homepage www.achorner.com
Als Erstes begegnen wir den gut getarnten Krabben, welche ziemlich angriffig auf unsere Zehen sind. Wir entdecken eine Schlange, verschiedenste Vögel, Blumen und Pflanzen des Regenwaldes und lassen uns von Christian überzeugen die Termiten zu kosten, welche wirklich nach Carotin schmecken!



Nach unserem Trail im Regenwald gab’s nochmals ein Sandwich – die Termiten haben unseren Appetit nur angeregt und nicht gestillt!
Als Abschluss haben wir die Gelegenheit im Becken eines kleinen Wasserfalls ein Süsswasserbad zu geniessen. Eine interessante Tour mit vielen Informationen über den Regenwald und die Tierwelt Tobagos.
Am Dienstag stehen wir ein weiteres Mal morgens um 4 Uhr auf um bei Sonnenaufgang zu unserem letzten Segeltörn dieser Saison aufzubrechen.

Wir erwarten zwischen den Inseln eine hohe, unangenehme Welle, doch wiederum können wir unseren Gästen ein entspanntes Segeln bieten. Wir geniessen einen  wunderschönen letzten Törn in dieser Saison.

Letzter Saisontörn – etwas nachdenklich sind wir schon …

Nach 60 sm und 10 Sunden fällt unser Anker in der unbewohnten Bucht Scottland Bay in Trinidad. Noch eine Nacht Schonfrist und dann geht die Arbeit los.

Anderntags kommt unsere Whisper wieder in der Power Boats Marina an Land. Aurelia und Urs verlassen uns um noch 4 Tage Trinidad alleine zu erkunden. – Wir machen uns ans Putzen, Waschen, Abmontieren, Reparieren und was es alles so braucht um das Schiff einige Monate allein zu lassen. Am 30.06. geht es zurück in die Schweiz, wo wir während der Hurricansaison in Uster zu Hause sind und uns auf Familie und Freunde freuen!


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