Jun 25
Wir sind gespannt auf unsere erste Wanderung in La Gomera. Claudia und Bernd von der SY STILL CRAZY laden uns auf eine gemeinsame Wandertour ein. Erst müssen wir leider absagen, da Hanspeter eine Sommergrippe erwischt hat, doch am Freitag geht’s dann am Morgen auf den Bus. Udo ein Deutscher der hier lebt hat von einer Fiesta im Dörfchen Benchijigua, ein 12-Seelen Ort, gehört. Er ist ein super Wanderführer und kennt unterwegs jedes Pflänzchen, was Lilian sehr entspricht. Er bestimmt unsere Tour und so starten wir in der Mitte der Insel auf 1074 m ü/Meer.
Nach 2 Stunden wandern durch ein wunderschönes Barranco (Schlucht), erreichen wir zur rechten Zeit die Ermita de San Juan (kleine Kapelle) oberhalb Benchijigua. Der Gottesdienst ist bald zu Ende und die beiden wunderschön mit frischen Blumen geschmückten Heiligen werden zur Kapelle herausgetragen. Die kleine Gemeinde begibt sich zu einer Prozession durch‘s Tal. Musikanten spielen auf Trommeln und riesigen Holzkastagnetten und begleiten den Umzug. Nach einer halben Stunde werden die Heiligen zurückgebracht und das Fest nimmt seinen Lauf. Nun spielt eine Band Inselschlager, die Leute decken sich mit Getränken und Gegrilltem ein. Ein friedliches Beisammensein von Jung und Alt, Einheimischen und Fremden.
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Jun 23
Der Johannistag, die Feier der Sommersonnenwende, wird auch auf La Gomera gefeiert. Schon die Ureinwohner entfachten Feuer, um den Göttern für die Ernte zu danken und das Böse zu vertreiben.
Man feiert mit einer Kombination aus christlicher und heidnischer Traditionen. Zunächst gedenkt man in Prozessionen dem Heiligen San Juan, um später am Abend den Scheiterhaufen zu entzünden.
Am Strand wurden drei grosse Feuer entfacht. Livemusik spielt. Darbietungen mit Feuertänzern und Feuerschlucker werden vorgeführt. Der Dorfchor singt traditionelle Lieder, welche uns stark an die überlieferten Tessinerlieder, wie Oh bella ciao, bella ciao…… , erinnern. Spaniersippen sitzen zusammen und geniessen ihre selbst gekochten feinen Gerichte, es wird gegrillt und überall ist eine wundervolle Stimmung zu spüren.

Jun 18
Wegen der berüchtigten Düse zwischen Las Palmas und Teneriffa wollen wir Las Palmas im Norden passieren. Das heisst erst einmal gegen den Wind aufkreuzen. Nach so langer Zeit im ruhigen Hafen macht uns der Atlantikschwell echt zu schaffen. Beide kämpfen wir gegen die Seekrankheit an und sind froh, nach 60sm um 21.00 Uhr einen Platz in der Marina Radazul im Osten von Teneriffa bekommen zu haben.
Die zweiten 60 sm machen wir in zwei Etappen, da wir mehr Zeit haben wollen. Am späten Nachmittag kommen wir in der noch nicht fertig gebauten Marina San Miguel im Süden von Teneriffa an. Anderntags segeln wir mit leichten Winden die restlichen 28 sm bis nach Gomera. Wir freuen uns an der Delfinschule, welche uns ein kurzes Stück begleitet und sichten zum ersten mal Familien von Pilotwalen, welche sich an der Oberfläche sonnen.

10 sm vor der Insel verstärkt sich der Wind bis zu 7 Bf (ca. 60 km/h). wir kämpfen die letzten 1 ½ Stunden gegen Welle und Wind an und freuen uns riesig in San Sebastian von unseren Segelfreunden Claudia und Bernd begrüsst zu werden.
Jun 11
Wir mieten uns ein Auto um endlich noch was von der Insel zu sehen und natürlich um Grosseinkauf für die nächsten Monate zu machen.
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Über wunderschöne Hügellandschaften erreichen wir den kleinen Ort Teror. Die Strasse zur Altstadt ist gesperrt und wir sehen auch gleich weshalb. In allen Altstadtgässchen sind Strassenbilder ausgelegt. Mit Naturmaterialien und eingefärbtem Salz sind die aufwendig, kunstvollen Mandalas ausgelegt.
Eine wahre Augenpracht! Wir erfahren, dass am Abend eine Prozession durch die Stadt zieht und übers Wochenende ein Dorffest stattfindet. Wir freuen uns im richtigen Augenblick das Städtchen besucht zu haben.
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Jun 08
Las Palmas
Hier in der Marina wollen wir alle wichtigen unerledigten Arbeiten in Angriff nehmen. So zu sagen unsere To-Do-Liste abarbeiten. Dann gehts weiter. Wir machen uns schnell an die Arbeit.
Als erstes wird der Durchgang vom Salon zur Heckkabine erneuert. Die alte Vinylverkleidung löst sich überall und hängt herunter, die notdürftigen Reparaturen halten nicht, alles muss runter. Dazu müssen wir in die Bugkabine umziehen, die Verkleidung herunter reissen, die Schaumstoffrückstände schleifen und schaben, spachteln und mit neuem Kunstleder oder Teppich bespannen. Das hört sich leicht an, ist aber eine Riesenarbeit und eine Mordsschweinerei dazu. Trotz Abdecken und Schmutzschleuse dringt der Staub in alle Ritzten vom Schiff. Wie froh sind wir, dass wir alle andern Teile auf dem Schiff schon neu bezogen haben. Todmüde fallen wir abends auf unserer „Baustelle“ ins Bett. Aber halt zuerst noch alles umräumen und die Bugkoje frei machen. Wer das nicht selbst erlebt hat kann sich nicht vorstellen wie mühsam es ist auf kleinstem Raum ein solches Projekt durchzuziehen. Alle Tage werden Matratzen, Werkzeuge etc. umgeräumt und dazwischen sollte noch in der verstellten Küche gekocht werden! Ein Haus umzubauen und gleichzeitig dort zu wohnen hat schon seine Tücken (haben wir auch erlebt) aber auf einem Schiff ist es noch tausend Mal umständlicher. Doch welche Freude, wenn man nach getaner Arbeit wieder alles an seinen Platz verstauen kann und dazu sieht es noch schön aus. Hanspeter hat wieder mal eine super Arbeit geleistet.
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