Apr 25

Nochmals besuchen wir Acuadup und haben so viel Tolles mit den lieben Menschen dort erlebt. Wir wollten etwa drei Tage bleiben, dann wurden es doch zehn.

Wir besuchen die Schule und treffen Omar, ein Kuna Lehrer, der seit neun Jahren in Acuadup unterrichtet. Schon vor zwei Jahren durften wir ihn kennen lernen. Alle 14 Tage fährt er nach Panama City zu seiner Frau und den zwei Kindern. Er ist ein sympathischer Idealist mit guten Grundsätzen. Er kommt zu uns aufs Schiff und wir diskutieren mit ihm die längste Zeit über die Kunas und deren Diskrepanz zwischen der alten Kuna Tradition und der neuen kommerziellen Welt. Ich lege ihm ans Herz, wie wichtig es ist, dass die Kunas ihre Traditionen und ihren spirituellen Glauben beibehalten.



Viel Zeit verbringen wir bei Sarapinas Famile

Nidillia webt für uns zwei Glasperlenarbänder mit der Aufschrift «Suisse»

Ernesto zeigt uns mit seiner Tochter, voller Stolz seine gefangenen Krebse, die lecker zum essen sind. Wir kennen diese von Brasilien.

Serapina hat Naturmedizin vorbereitet, um diese in Carti zu verkaufen.

Damiana bereitet am Feuer gekochte Bananen für die ganze Familie zu.

Die Kinder freuen sich mit mir Klatsch- und Sprechspiele auf Schweizer Mundart ?zu machen. Bei jedem Besuch wollen sie diese erneut spielen.

Es fällt uns schwer von diesen lieben Menschen Abschied zu nehmen. Serapina sagt zu mir, ich sei ihre Schwester, welche auch Lilian geheissen habe und leider schon vor vielen Jahren gestorben ist.

 

Wir segeln nach Salardup und geniessen die letzten Tage mit Schnorcheln.
Flamingozungen


Anemone

Röhrenwürmer


Feuerkoralle

Fischei

Die Zeit der wunderschönen Sonnenuntergänge beginnt.

20 Minuten später:

Zwischendurch nähen wir Abdeckungen für den Dingimotor, die Ankerwinsch und die Kockpitarmaturen.

Im Flug geht die Zeit vorbei. Wir versetzen uns nach Chichime, zwei Tage später passt das Wetter und am Freitag, den 13. segeln wir morgens um 6 Uhr los nach Puerto Linton. Wir hatten super Wetter- und Segelbedingungen und waren sehr schnell, tolles Segeln. Die 45 sm schafften wir in 8 Stunden.

Nach drei Tagen verschieben wir uns in die Panamarina an die Boje. Dort kriegen wir auf unserem Dingi Besuch von einer wunderschönen, grünen Wasserechse.


Segel, Schoten, Falle, Rollen und vieles mehr montieren wir ab. Waschen und fetten alles und verstauen es im Schiff.

Am 20. April geht es wieder ans Land, wo wir alle restlichen arbeiten erledigen.


Am 30.4. geht unser Flug zurück in die Schweiz. Wir freuen uns schon auf Familie, Enkelkinder und Freunde.

Bis bald ?


Mrz 23

Hier im San Blas Archipel hat es einmalige Schnorchelplätze.

Wann immer es möglich ist steigen wir ins Dingi, fahren zu einem neuen Riff, um die unglaublich schöne Unterwasserwelt zu erforschen. Immer wieder entdecken wir Neues.

Vieles konnten wir nicht Fotografieren, da wir keine professionelle Unterwasserkamera haben. Doch die Riesenschildkröten, welche wir beobachten konnten, werden wir auch ohne Fotos nicht vergessen.


Mittlerweile ankern wir wieder vor unserer bewohnten Lieblingsinsel Acuadup. Herzlich wurden wir hier begrüsst 🙂

Übrigens hat Valeria einen tollen Blogpost über die Traditionen der Kunas geschrieben. Schaut doch mal bei LittleCity.ch vorbei. Eine Reise ins faszinierende Land der Kuna Indianer.

Hier einen Einblick in die wunderschöne Unterwasserwelt:
Unterwasser Garten


Ammenhai

Flamingozunge, meine lieblings Schnecke

Gemeine Hirnkoralle


Kolonialer Röhrenwurm

Feilenfisch

Korbschwamm

Husaren Fisch

Adlerrochen

Kalemar

Geweihschwamm

Roter Bohrschwamm

Igelfische


Bunte Spiralwürmer

Elchgeweih Koralle

Feuerfisch

Junge Papageienfische

Stachelrochen

Seestern

Unterwasserwelten




Mrz 11

Esnasdup ein wunderschöner Ankerplatz mit tollen Schnorchelmöglichkeiten und lieber Besuch kommt.

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Jan 30


Wir beschliessen am Samstag die 20 sm nach Acuadup zu segeln. Pedro soll noch die Gelegenheit haben eine bewohnte Insel kennen zu lernen. Vor zwei Jahren besuchten wir Acuadup mehrere Male und lernten viele Bewohner und ihre Traditionen kennen. Deshalb liegt mir diese Insel sehr am Herzen. Letztes Jahr war ich sehr enttäuscht, dass wir wegen unserem Motorenproblems unsere Freunde nicht besuchen konnten.
Als wir den Anker in den Holandes lichten ist alles grau in grau mit Nieselregen – doch als wir den Anker in Acuadup fallen lassen begrüsst uns die Sonne.
Bei unserem ersten Landgang treffen wir auf Nilson, den Schwiegersohn des Sahilas, dem Dorf Chef.
Welch Freude er erkennt uns wieder und wir begrüssen gleich die ganze Familie. Im Rucksack haben wir das A4 grosse, einlaminierte Foto von Acuadup dabei. Adrian hatte mit seiner Drone tolle Inselaufnahmen gemacht. Diese wollen wir dem Sahila schenken.
Der Sahila zieht sich gerade um für seinen Congresso. Mit Shorts und nur der Krawatte bekleidet begrüsst er uns, ist sehr erfreut über die Aufnahme und greift zu einer grossen, wunderschönen Muschel, welche er mir als Gegengeschenk zusteckt. Meine Augen leuchten.
Als nächstes suchen wir den blinden Bäcker auf, um die besten Guna Brötchen zu kaufen. Danach geht es weiter zu Serapina und Familie. Ich bin gespannt wie es allen geht und wie sie auf uns reagieren. Einige Fotos haben wir für sie ausgedruckt und mitgebracht. Freudig begrüssen sie uns und rufen alle herbei um die Fotos zu bestaunen. Jemand hat die Idee ich solle noch mehr Fotos machen. Ich erkläre ihnen, dass ich diese nicht ausdrucken kann und vielleicht erst in einem Jahr wieder mitbringen kann. Das spielt ihnen keine Rolle. Sie verschwinden in ihre Hütten und kleiden sich schön an.




Serapinas Küche

Unser Rundgang auf der Insel geht weiter. Einiges hat sich geändert. Viele neue Hütten und auch eine grosse Baptistenkirche wurde an der Ostspitze auf Stelzen gebaut. Leider sehen wir keine Frau in Guna Kleider und wir befürchten, dass der Einfluss der Kirche die Dorfgemeinschaft entzweien wird. Ist das ein Recht der Kirche?!
Auf unserem Spaziergang begegnen wir einem Fischer, der sich seine Wangen mit dem Saft einer mandelähnlichen Frucht einstreicht. Dies sei eine natürliche Sonnencreme. Jetzt wissen wir woher die roten Wangen der Frauen und Männer kommen.


Wir suchen uns eine Lancha um mit Pedro nach Carti zu fahren um dort einzukaufen. Der Zufall will es, dass auch die Familie von Serapina in der Sammellancha sitzt. Sie fahren nach Carti um Pflanzliche Medizin zu verkaufen (siehe Körbe).
Medicina

Serapina näht auf auf der Fahrt weiterhin an ihrer Mola, auch bei Regen?


Vom Sahila bekommen die Erlaubnis am Festland den Fluss hoch zu fahren. Dort liegt auch der Friedhof, welchen wir besichtigen, jedoch keine Fotos machen dürfen.




Die fünf Wochen, welche Pedro mit uns verbracht hat, vergehen wie im Fluge. Schon ist Zeit zum Abschied nehmen.
Nach Pedros Abreise bekommen wir zwei Tage sintflutartigen Regen. Wir sammeln 400 lt. Wasser in zwei Stunden und unser Wassertank ist wieder voll. Zum Glück, den bei diesem Regen ist die Wasserleitung von Acuadup gebrochen und die Strasse wurde auch gesperrt.
Bald geht’s weiter nach Esnasdup zu einer unbewohnten Insel, wo wir uns riesig aufs Schnorcheln und die «Österreichische Flotte» freuen.


Jan 16

Das Wetter ist noch nicht ganz so wie im Paradies. Viel Regen, wir haben sogar die Wassersammel Plache aufgespannt und oft ist es grau in grau.
In der Nähe des Festlandes sammeln sich die Wolken noch mehr. Wir entschliessen uns zu den äussersten Inseln, zu den Cayos Holandes zu segeln.
Oh, welch eine Überraschung! Am Morgen scheint die Sonne, der Wind fehlt und so motoren wir die 12 sm zu den Cayos Holandes. Wir ankern in der Nähe der einzig bewohnten Insel Tiadup.
Juhui, wir sind das einzige Schiff, alle andern ankern ziemlich weit weg neben einer anderen Insel oder im sogenannten Swimmingpool.


Flossen und Taucherbrille werden hervorgeholt und wir springen ins wunderschön klare Wasser wo es viel zu entecken gibt.
Flamingozunge, endlich konnte ich meine liebste kleine Muschel fotografieren

Spiralröhrenwürmer, wenn man in die Nähe kommt, ziehen sie sich blitzschnell ein.

Seestern

Seeigel

Feuerfisch, ein eEinwanderer, der hier im Atlantik eigentlich nichts zu suchen hat. Er hat hier keine natürlichen Feinde und vermehrt sich rassant.

Hier gibt es viel unter und über dem Wasser zu entdecken. Jeden Tag schnorcheln wir an einem anderen Platz.
Wir besuchen die Bewohner von Tiadup. Zwei Hütten von etwa sechs sind bewohnt. Die beiden Frauen sind zu Hause, die Männer am Fischen. Bei Herdilla, der jüngeren, kaufen wir eine Mola und freuen uns an ihrem strahlenden Gesicht. Sie schenkt uns Bananen und wünscht, dass wir ein Foto machen.

Gegen Abend kommt Victor, der Mann der zweiten Gunafrau und bringt uns die bestellten Pipas (Trinkkokosnüsse), er hat noch eine Zitrone, Bananen und eine Mame (mir bis dahin unbekannte Frucht) mit. Elisa wünscht diese Früchte gegen Zwiebeln, Zucker und Milch zu tauschen. Dies ist das erste Mal wo uns Gunas einen Tauschhandel vorschlagen. Gerne gehen wir darauf ein. Sehr gespannt bin ich auf die Mame Frucht.

Wir geniessen die Tage und Nächte. Eine unvergessliche Nacht ist, als wir auf dem Deck sitzen und die Sterne beobachten wollen, da beginnt es doch auf dem Wasser zu leuchten und glitzern. Wir erkennen die Ohrenquallen, welche uns beim Schnorcheln ziemlich gestört haben, die uns jetzt jedoch sehr faszinieren.

Zuerst leuchten sie mit einem Punkt, damit die gierigen kleinen Fischchen darauf zu schwimmen. Dann lässt die Qualle ihre Tentakel bis zu einem 30 cm grossen Kreis ausfahren um die Fischlein zu fangen. Ein unglaubliches Schauspiel.
Es leuchtet und funkelt um uns, wir können uns an diesem Naturschauspiel kaum sattsehen.
Ohrenqualle

Die Zeit vergeht wie im Fluge! Alle Tage entdecken wir Neues in dieser wunderschönen Natur. Pedros Auszeit ist leider bald zu Ende und wir möchten ihm noch die Guna Kultur näher bringen und entschliessen uns am Samstag nach Acuatup los zu segeln.
Wie einige von euch Wissen, ist das unsere liebste bewohnte Insel hier in Guna Yala. Viele Fotos sind seit 1 ½ Jahren bereit um den Bewohnern dieser Insel zu bringen. Ich kann es kaum erwarten unsere «alten Bekannten» wieder zu treffen.


Jan 14

Nach einem Monat harter Arbeit bei hohen Temperaturen, Feuchtigkeit und den weiteren panamesischen Extrembedingungen, schwimmt unsere Whisper endlich wieder.



Der erste «Gipfel» ist bezwungen. Nach 1 ½ Jahren kommt unsere Whisper wieder in ihr Element. Gespannt sind wir auf den Test unseres Motors.
Hanspeter überprüft den Motor genaustens und nachdem er einige Schrauben nachgezogen hat, wagen wir uns zwischen dem Riff durch und motoren in die Linton Bay.
Oh, so schön, wir sind wieder vor Anker und schaukeln sachte auf dem Wasser.
Die nächste Etappe sind fast 50 sm, ein geeignetes Wetterfenster steht an, am 30.12.17 sollen die Wellen nicht mehr so hoch sein und der Wind nördlicher blasen. Eine Belastungsprüfung für unsern Perkins.

Morgens um 6 Uhr gehen wir Anker auf und fahren mit dem Ziel Guna Yala ostwärts. In unserem Tagestörn erleben wir Wind von 0 – 20 kn. gegen an, wie auch Wellen von 1 – 2.5 m.
Pedro und ich müssen uns schon bald in die Horizontale legen und Hanspeter bestreitet die 10 Stunden allein. Erleichtert lassen wir den Anker in Chichime runter und sind überglücklich, dass unser Motor super gelaufen ist und wir in Guna Ylala angekommen sind.
Ruhe gibt es noch nicht. Wir sind eigentlich mit unseren österreichischen Segelfreunden in Cocos Bandera verabredet, um gemeinsam Silvester zu feiern. Doch wie immer kommt es anders als wir geplant haben. Unser Süsswassersystem leckt und auch die Salzwasserpumpe und der Windgenerator funktionieren nicht. Das grösste Problem, das Süsswassersystem repariert Hanspeter am Morgen und als wir nach dem Mittagessen losfahren, haben wir auf der Strecke bis 25 kn Wind auf die Nase. Wir kommen weder mit Segeln noch mit dem Motor richtig vorwärts, entschliessen uns zur Umkehr und suchen uns auf den Eastern Lemmon Cays einen Ankerplatz. Franz, Eva und Hans kommen sowieso in zwei Tagen hierher.
Als der Anker fällt habe ich das Gefühl angekommen zu sein. Gemütlich feiern wir zu dritt Silvester.
Am nächsten Tag lassen wir unser Dingi runter und freuen uns nach 4 Tagen wieder einmal an Land zu kommen.
Nuinudup ist eine wunderhübsche Gunainsel.



Claudio überrascht uns mit einem 12 kg schweren Wolfsbarsch, den er selbst gefangen hat. Er schenkt uns ein grosses Stück vom Filet und am Abend gibt es ein leckeres Fischessen. Mhhh…..


Endlich kommt die Sonne hervor und wir machen unsere Schnorchel Ausrüstung bereit.

Das Versorgungsschiff mit Gemüse und Früchten kommt vorbei.

Franz, Eva und Hans treffen auch hier in den Eastern Lemmon Cays ein, das Wiedersehen wird gefeiert und wir reservieren ein Essen in einem kleinen Gunarestaurant auf der Insel Banedup.


Eigentlich wäre nun alles perfekt, wenn nicht noch so viele Reparaturen anstehen würden. Die Salzwasserpumpe in der Küche, um Geschirr und anderes zu Spülen, damit wir Süsswasser sparen können, konnten wir reparieren. Zum Glück hatten wir noch den entsprechenden Ersatzteilkit an Bord.
Schwieriger wird es mit unserem Windgenerator. Er dreht nicht mehr und nachdem Hanspeter ihn runter holt ist ersichtlich, dass auch die ganze Elektronik korrodiert ist. Unser Glück ist jedoch dieses Mal auf unserer Seite, den Hans hat das gleiche Model auf seiner Tangaroa an Lager und benötigt diesen nicht mehr. ?

P.S. Vor unserem Abschied von der Panamarina entdeckt Pedro noch eine Boa Constrictor in der Marina. Genial!
Wir sind schon froh, dass wir diese ganze Motorengeschichte nicht an einem anderen Ort durchleben mussten. Die Panamarina ist familiär und liegt wunderschön im National Park Porto Bello und immer gab es etwas Tolles zu entdecken!


Dez 20

Feliz Navidad y Feliz Año Nuevo

                                         Joyeux Noël et Bonne Année

                                                                        Merry Christmas and Happy New Year

 

Auch auf der WHISPER ist Weihnachtstimmung aufgekommen. 

Unsere 10 Wichtel erfreuen sich an unserem tropischen Weihnachtsbaum, hergestellt aus Schwemmholz und Muscheln aus Nombre dos Dios. 

Unser grösster Weihnachtswunsch wäre, dass unser Motor endlich wieder zuverlässig läuft.
Morgen sollte die Einspritzpumpe zum zweiten Mal eingebaut werden. Dann  wird sich herausstellen, ob nun, nach 1 1/2 Jahren Pause, unser Perkins 4108 wieder optimal funktioniert.

Ist dies der Fall wird unsere WHISPER am Samstag ins Wasser können und wir werden Weihnachten schauckelnd hier in der Panamarina verbringen :-).
Nach einigen Testläufen an der Mooring würden wir uns in die Linton Bucht verschieben, um auf dem offenen Meer unseren Motor nochmals riechtig zu testen.

Sobald das Wetter uns dann gut gesinnt ist, geht es in einem Eintagestörn zu den San Blas Inseln. (Im Moment hat es draussen 3m Welle und über 20kn Wind auf die Nase). Nicht gerade ideale Bedingungen um einen Motor zu testen.

Wir können es kaum erwarten in Guna Yala vor einer einsamen Insel zu ankern und wieder einmal die „Seele“ richtig baumeln zu lassen. Auch freuen wir uns riesig unsere österreicher Segelfreunde dort zu treffen. Und natürlich auch unsere Guna Freunde auf der Insel Acuadup zu besuchen, dass wollten wir ja schon letztes Jahr.

… wir sind aufs 2018 sehr gespannt! – Drückt uns die Daumen!

Nun wünschen wir euch Frohe Weihnachten und alles Gute im Neuen Jahr! 

Hanspeter     &    Lilian


Dez 19

Schon seit drei Wochen sind wir wieder zurück auf unserer Whisper. Die Zeit verging wie im Fluge. Ich hatte noch keine Zeit für Blogberichte und auch der Fotoapparat blieb leider immer in der Tasche.
Als erstes mussten wir unser Schiff wieder gemütlich und bewohnbar machen. D.h. putzen, putzen und nochmals putzen. – Obwohl wir unser Schiff vor unserer Abreise gründlichst gereinigt haben, ist alles wieder grau und teils schimmlig.
Zwischen dem Putzen erledigen wir den Grosseinkauf unserer Lebensmittel, welche für die ganze Zeit von etwa vier Monaten reichen müssen. Mit dem Mietauto ist die nächste Einkaufsmöglichkeit eine Stunde entfernt, nach Panama City 2 ½ Stunden.
Was uns jedoch am Meisten beschäftigt, ist unser Motor. Nach einer Prüfung von Nelson ist klar, dass die Einspritzpumpe revidiert werden muss. (Leider hat er uns dies nicht im letzten Frühjahr mitgeteilt, sonst wären wir jetzt schon einen Schritt weiter.)
Verschiedene Möglichkeiten stehen zur Verfügung. Wir könnten eine revidierte in der USA besorgen oder sie hier in Colon zu einem Spezialisten bringen. Dieser wurde uns von einem französischen Mechaniker mit langjähriger Erfahrung bestens empfohlen.
Nelson baut die Pumpe aus, wir bringen sie zu Carlos in Colon, eine Woche später baut Nelson sie wieder ein.
Welch Schreck! Der Motor läuft, jedoch im Standgas mit ca. 1800 U/min. Viel zu hoch! Nelson darf keine Einstellungen vornehmen, sonst erlischt die Garantie von Carlos. Nach einem Telefon mit Carlos muss Nelson die Pumpe mit den Einspritzdüsen nochmals ausbauen und zurück zu Carlos bringen….. Die Zeit verstreicht – weshalb muss eigentlich immer bei uns am Motor alles schiefgehen?
Wir nutzten die Gelegenheit des Wartens und fahren nach Panamacity um Pedro zu überraschen und ihn in Panama willkommen zu heissen.
Pedro, ein langjähriger Freund von uns, nimmt sich eine 5-wöchige Auszeit um mit uns auf der Whisper zu leben und einen Einblick ins „Fahrtensegler Leben“ zu kriegen.


Wir geniessen die zwei Tage Panamacity. Erledigen noch kleine Einkäufe, besuchen das Casca Veja, das vortreffliche peruanische Restaurant NAZGA 21 und natürlich den Fischmarkt.
Fotos von Pedro Martinelli
Gegensätze in Panama City:







Fischmarkt



Wir fahren mit dem Bus nach Puerto Lindo zur Panamarina. Das ist fast eine Tagesreise ?
Los Diabolos Rojos

Einkauf für das Mittagessen bei der Weiterfahrt

Bevor der Bus sich gefüllt hat.

Pedro gefällt das Leben hier in der Marina, es gibt immer etwas zu entdecken. Er kann sich wie wir an kleinen Dingen freuen.

Flohmarkt in der Marina:



Die Gemüsehändler kommen immer wieder in die Marina und alle Yachties decken sich mit Frischobst und Gemüse ein:

Am Abend spielen sechs Musiker genialen Sound. Jean-Paul, der Marina Chef unterstützt alle am Schlagzeug. Die Stimmung ist super, so was haben wir noch in keiner andern Marina erlebt. Die kleine «Franzosen – Marina» ist einfach toll! Panamarina, Puerto Lindo.



Nun sind wir gespannt, ob morgen, übermorgen oder ??? unsere Einspritzpumpe wieder eingebaut wird und ob der Mtor dann auch wieder gut funktioniert.

Hier in Panama lernt man:
– Dass die Uhren anders als in Europa ticken
– Dass Geduld gefragt ist
– Dass man alles so nehmen muss wie es kommt und das Beste daraus macht
– Dass der Wetterbericht absolut unzuverlässig ist und die Sonne scheint wann sie will und   dazwischen es in sintflutartigen Wolkenergüssen regnet.


Nov 01

Unsere Segelzeit rückt näher. Wir haben ein wunderbares halbes Jahr hier in der Schweiz mit Familie und Freunden verbracht. Doch nun wird es kälter und uns zieht es wieder auf unsere WHISPER nach Panama. Juhui am 26.11. geht unser Flug nach Panama City.

Letzte Saison hatten wir ja sehr Pech mit unserem Motor und konnten die ganzen 6 Monate unser Schiff nicht ins Wasser lassen. Eine unvergessliche Reise zu den Embera Indios hat uns dafür entschädigt.

Nach 1 1/2 Jahren möchten wir gerne unsere Freunde in Acuadup in den San Blas Inseln besuchen. Wir hoffen, wir kriegen nun endlich unseren Motor wieder richtig in Gang.

Unser Sohn Adrian hat uns mit seiner Frau Valeria in diesem traumhaften Gebiet besucht. Dabei drehten sie Filme und knipsten viele Fotos. Zum Beispiel filmte er unsere WHISPER während dem Segeln mit seiner Drone.  Ich freue mich riesig, dass er aus all den tollen Aufnahmen ein super Video zusammengestellt hat. Danke!!!
Schaut doch selbst!

Falls ihr gerne noch ihren Blogpost lesen möchtet, den findet ihr hier: LittleCity – San Blas

Wie schon gesagt, wenn unser Motor wieder auf Touren kommt, möchten wir Weihnachten und Neujahr mit unseren Segelfreunden in den San Blas verbringen. Nun hoffen wir, dass sich unsere Pläne erfüllen lassen und ich im nächsten Blogpost nicht wieder schreiben muss: „Und wieder kommt es anders als man denkt…“

 

 

 


Aug 10

Hallo Freunde

Falls ihr mal Wasser auf fast 2000 m sehen wollt und euch auch etwas anderes wie Segelvideos oder Berichte interessiert, so schaut euch dieses Video an.

In den letzten Tagen haben wir an einem Projekt von unserem Sohn Adi und seiner Frau Valeria mitgearbeitet.
Es hat uns riesig Spass gemacht, sie während 10 Tagen am Partnunsee in den schweizer Alpen zu unterstützen.

Auf ihrem Blog LittleCITY.ch könnt ihr weitere Infos über ihre Reisen und Abenteuer nachlesen.

Wir freuen uns im November wieder auf unsere WHISPER zurückzukehren und hoffen, dass unser Motorenproblem dann endgültig gelöst ist und wir nochmals zu den Guna Yala Inseln segeln können.

Euch allen liebe Grüsse aus der Schweiz und fair winds

Hanspter & Lilian


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