Jan 14

Nach einem Monat harter Arbeit bei hohen Temperaturen, Feuchtigkeit und den weiteren panamesischen Extrembedingungen, schwimmt unsere Whisper endlich wieder.



Der erste «Gipfel» ist bezwungen. Nach 1 ½ Jahren kommt unsere Whisper wieder in ihr Element. Gespannt sind wir auf den Test unseres Motors.
Hanspeter überprüft den Motor genaustens und nachdem er einige Schrauben nachgezogen hat, wagen wir uns zwischen dem Riff durch und motoren in die Linton Bay.
Oh, so schön, wir sind wieder vor Anker und schaukeln sachte auf dem Wasser.
Die nächste Etappe sind fast 50 sm, ein geeignetes Wetterfenster steht an, am 30.12.17 sollen die Wellen nicht mehr so hoch sein und der Wind nördlicher blasen. Eine Belastungsprüfung für unsern Perkins.

Morgens um 6 Uhr gehen wir Anker auf und fahren mit dem Ziel Guna Yala ostwärts. In unserem Tagestörn erleben wir Wind von 0 – 20 kn. gegen an, wie auch Wellen von 1 – 2.5 m.
Pedro und ich müssen uns schon bald in die Horizontale legen und Hanspeter bestreitet die 10 Stunden allein. Erleichtert lassen wir den Anker in Chichime runter und sind überglücklich, dass unser Motor super gelaufen ist und wir in Guna Ylala angekommen sind.
Ruhe gibt es noch nicht. Wir sind eigentlich mit unseren österreichischen Segelfreunden in Cocos Bandera verabredet, um gemeinsam Silvester zu feiern. Doch wie immer kommt es anders als wir geplant haben. Unser Süsswassersystem leckt und auch die Salzwasserpumpe und der Windgenerator funktionieren nicht. Das grösste Problem, das Süsswassersystem repariert Hanspeter am Morgen und als wir nach dem Mittagessen losfahren, haben wir auf der Strecke bis 25 kn Wind auf die Nase. Wir kommen weder mit Segeln noch mit dem Motor richtig vorwärts, entschliessen uns zur Umkehr und suchen uns auf den Eastern Lemmon Cays einen Ankerplatz. Franz, Eva und Hans kommen sowieso in zwei Tagen hierher.
Als der Anker fällt habe ich das Gefühl angekommen zu sein. Gemütlich feiern wir zu dritt Silvester.
Am nächsten Tag lassen wir unser Dingi runter und freuen uns nach 4 Tagen wieder einmal an Land zu kommen.
Nuinudup ist eine wunderhübsche Gunainsel.



Claudio überrascht uns mit einem 12 kg schweren Wolfsbarsch, den er selbst gefangen hat. Er schenkt uns ein grosses Stück vom Filet und am Abend gibt es ein leckeres Fischessen. Mhhh…..


Endlich kommt die Sonne hervor und wir machen unsere Schnorchel Ausrüstung bereit.

Das Versorgungsschiff mit Gemüse und Früchten kommt vorbei.

Franz, Eva und Hans treffen auch hier in den Eastern Lemmon Cays ein, das Wiedersehen wird gefeiert und wir reservieren ein Essen in einem kleinen Gunarestaurant auf der Insel Banedup.


Eigentlich wäre nun alles perfekt, wenn nicht noch so viele Reparaturen anstehen würden. Die Salzwasserpumpe in der Küche, um Geschirr und anderes zu Spülen, damit wir Süsswasser sparen können, konnten wir reparieren. Zum Glück hatten wir noch den entsprechenden Ersatzteilkit an Bord.
Schwieriger wird es mit unserem Windgenerator. Er dreht nicht mehr und nachdem Hanspeter ihn runter holt ist ersichtlich, dass auch die ganze Elektronik korrodiert ist. Unser Glück ist jedoch dieses Mal auf unserer Seite, den Hans hat das gleiche Model auf seiner Tangaroa an Lager und benötigt diesen nicht mehr. ?

P.S. Vor unserem Abschied von der Panamarina entdeckt Pedro noch eine Boa Constrictor in der Marina. Genial!
Wir sind schon froh, dass wir diese ganze Motorengeschichte nicht an einem anderen Ort durchleben mussten. Die Panamarina ist familiär und liegt wunderschön im National Park Porto Bello und immer gab es etwas Tolles zu entdecken!


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2 Kommentare zu “2017-12-26 Unsere Whisper ist endlich wieder in ihrem Element!”

  1. Livia Says:

    Es freut uns auch sehr, dass ihr wieder im Wasser seit:-)
    Glg

  2. Nadja Comboeuf Says:

    hallo zusammen
    wir sind sehr froh für euch, dass ihr endlich lossegeln konntet und nun endlich wieder das Leben auf dem Wasser geniessen könnt. Hoffentlich wars das jetzt mit Zwischenfällen und Motorausfall. Geniesst die Zeit auf See und die Inselwelt der Kunas. Happy sailing Nadja & Ernesto

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