Las Palmas
Hier in der Marina wollen wir alle wichtigen unerledigten Arbeiten in Angriff nehmen. So zu sagen unsere To-Do-Liste abarbeiten. Dann gehts weiter. Wir machen uns schnell an die Arbeit.
Als erstes wird der Durchgang vom Salon zur Heckkabine erneuert. Die alte Vinylverkleidung löst sich überall und hängt herunter, die notdürftigen Reparaturen halten nicht, alles muss runter. Dazu müssen wir in die Bugkabine umziehen, die Verkleidung herunter reissen, die Schaumstoffrückstände schleifen und schaben, spachteln und mit neuem Kunstleder oder Teppich bespannen. Das hört sich leicht an, ist aber eine Riesenarbeit und eine Mordsschweinerei dazu. Trotz Abdecken und Schmutzschleuse dringt der Staub in alle Ritzten vom Schiff. Wie froh sind wir, dass wir alle andern Teile auf dem Schiff schon neu bezogen haben. Todmüde fallen wir abends auf unserer „Baustelle“ ins Bett. Aber halt zuerst noch alles umräumen und die Bugkoje frei machen. Wer das nicht selbst erlebt hat kann sich nicht vorstellen wie mühsam es ist auf kleinstem Raum ein solches Projekt durchzuziehen. Alle Tage werden Matratzen, Werkzeuge etc. umgeräumt und dazwischen sollte noch in der verstellten Küche gekocht werden! Ein Haus umzubauen und gleichzeitig dort zu wohnen hat schon seine Tücken (haben wir auch erlebt) aber auf einem Schiff ist es noch tausend Mal umständlicher. Doch welche Freude, wenn man nach getaner Arbeit wieder alles an seinen Platz verstauen kann und dazu sieht es noch schön aus. Hanspeter hat wieder mal eine super Arbeit geleistet.
Wir segeln weiter der Ostküste von Fuerteventura entlang nach Gran Tarajal und zwei Tage später nach Morro Jable ganz im Süden. Dort liegen wir eine Nacht vor Anker und treffen, welche Freude, die SY Still Crazy mit Bernd und Claudia. Die beiden haben wir in La Graciosa kennengelernt und schöne gemeinsame Stunden verbracht. Anderntags gehen beide Schiffe früh Anker auf, mit dem Ziel Las Palmas auf Gran Canaria. Wer kommt wohl als erster an? Wir haben halben Wind mit 5 – 7 Bhf. Die Wellen sind auch nicht gerade sanft und ausser Hanspeter kämpft die ganze Crew mit Seekrankheit. Hanspeter schlägt sich aber gut und überholt die Still Crazy einige Meilen vor dem Ziel. Leider müssen Livia und Mathias schon wieder nach Hause reisen. Uns bleiben noch zwei gemeinsame Tage um Las Palmas zu erkunden.

Der Künstler César Manrique hat grosses Wirken auf der Insel Lanzarote geleistet. Überall trifft man auf seine Kunstwerke. Viele Kreisel sind mit seinen Skulpturen bereichert. Da es viel auf dieser Insel stehtig ein Wind bläst, konstruierte Manrique die verschiedensten Windspiele und Windräder. faszinierend ...
Wir besucht die Fundación César Manrique. Er baute sein Haus auf und in einer Lavazunge. Die Gashöhlen, welche sich in der Lava gebildet haben, integrierte er in seine Wohnräume. Heute ist dieses Haus ein zu empfehlendes Museum.
Die Tage verfliegen schnell und wir machen unsere Whisper wieder klar zum Segeln. In einem gemütlichen Törn segeln wir nach Arrecife, der Hauptstadt von Lanzarote. Dort erwarten wir den Besuch von Livia und Mathias. Gemeinsam wollen wir Lanzarote kennenlernen und müssen aber unser Schiff erst in einen sicheren Hafen segeln. In der Marina Rubikon kann sie ohne Sorgen alleine bleiben. Wir mieten ein Auto und machen uns drei Tage auf Entdeckungstour.
Wir besuchen den Kaktusgarten:
Diese kleine Insel nördl. von Lanzarote ist ein Geheimtipp. Im Hafen von Caleta del Sebo hat es zwei Schwimmstege für Yachten, Wasseranschluss ist vorhanden (Strom funktioniert nicht) Kosten ca. 9 €/ Tag. Wir geniessen das ruhige kleine Dorf wo es ein Fischgeschäft, eine Bäckerei, eine Eisenwarenhandlung, eine Post, eine Bank und mehrere Bars und Restaurants hat. Auf der ganzen Insel gibt es nur Sandpisten, somit hat es nur einige Jeeps, welche die wenigen Touristen herumführen oder für den Eigengebrauch verwendet werden. Für unsere Klappräder sind diese Pisten alles andere als vorteilhaft. Wir mieten für einen Tag Mountainbikes und radeln rund um die Insel. Die Sonne und die Natur ist einfach herrlich!
Die Zeit in Marokko geht zu Ende und es heisst Abschied nehmen! Abschied von Marokko, von lieben Menschen und Segelfreunden! (Zum Glück trifft man sich oft wieder, die Segelgemeinschaft ist nicht so gross und trifft sich immer wieder auf gleichen Routen.)
Am 29. März kommt Hanspeters Bruder Beat zu uns. Gemeinsam wollen wir die Strecke zu den Kanaren segeln. Die Wetterprognosen sagen starke Winde voraus und uns bleibt etwas Zeit um Beat die beiden Städte Rabat und Salé zu zeigen. Am 2. April lassen die Wellen es zu, dass wir zum Hafen von Rabat rausfahren können.
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In der Marina Bouregreg im Fluss zwischen Rabat und Salé verbrachten wir eine wunderschöne Zeit und durften Land, Leute und die Kultur von Marokko kennen lernen. Die Leute sind alle sehr nett, freundlich und hilfsbereit.
In der alten Medina von Salé herumzuschlendern und einzukaufen ist immer wieder ein Neues Erlebnis. Jedes Mal entdecken wir neue Winkel und Geschäfte. Wir fühlen uns schon richtig heimisch und die Leute kennen uns schon und grüssen herzlich. Den ganzen Beitrag lesen »
Livia kommt uns mit ihrer Freundin Angie einige Tage besuchen.
Kultur und Shoppen ist angesagt.
Mit einem ehemaligen Fischerboot (Fähre) überqueren wir den Bouregreg und durchstreiften die grosse Medina von Rabat.
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